Sicherheitsexperte fordert Gründung einer Internet-Polizei

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Da Polizei und Gerichte einzelner Länder immer öfter im Kampf gegen Online-Kriminelle scheitern, müsse eine eigenständige Internet-Polizei geschaffen werden, fordert Mikko Hyppönen von F-Secure.

»Das Internet hat keine Grenzen. Online-Kriminalität findet also international statt. Derzeit verfügen lokale Polizeibehörden aber oft nur über begrenzte Ressourcen zur Untersuchung dieser Fälle«, begründet Hyppönen seine Forderung nach Internetpol, einer Online-Version von Interpol. Um dies zu untermauern, führt er einige Fälle an, in denen die Behörden in jüngster Zeit versagten. So wurde in Neuseeland ein minderjähriger Versender von Trojanern freigesprochen, obwohl er als schulid angesehen wurde und einer kriminellen Vereinigung geholfen hatte, mehrere Millionen Dollar zu ergaunern. Und in den USA hat der Spammer Jeremy Jaynes Berufung gegen eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes in Virginia eingelegt – mit der Begründung, die Antispam-Gesetze würden dem Recht auf eine freie und anonyme Meinungsäußerung widersprechen. (Daniel Dubsky)