Eric Schmidt: Google nicht immun gegenüber Krisen

FinanzmarktIT-ManagementIT-ProjekteMarketingUnternehmenWerbung

Selbst beim führenden Webkonzern scheint sich die Konjunktur- und Bankenkrise langsam bemerkbar zu machen.

Chief Executive Eric Schmidt gab gestern gegenüber der amerikanischen Wirtschaftspresse zu, dass sich Internetgigant Google nicht der um sich greifenden US-Wirtschaftskrise entziehen könne. Die Zahl der eingeblendeten Google-Anzeigen ging im Jahresverlauf erstmals zurück. Das hänge auch mit der eingeführten Qualitätsoffensive zusammen, die immerhin nun die Zahl der bezahlten Klicks im Vorquartal um 4 Prozent steigerte, argumentiert Google. Noch zu Jahresbeginn hatte ein sequentieller Rückgang bei den Paid Clicks für einen Kurseinbruch bei Google-Aktien gesorgt. So notierte die Firmenaktie gestern immer noch 47 Prozent unter dem Level vom Jahreswechsel.

Nun hofft Schmidt, dass der Sparzwang bei den Unternehmen dazu führe, dass sie von der teuren klassischen Werbung nun verstärkt in die günstigen Online-Methoden, bevorzugt natürlich bei Google AdSense, überlaufen. “Mit uns kann man Geld sparen und sein Quartal damit wie gewünscht abschließen”, lockt der Google-CEO.

Zugleich gab er zu, dass sein Unternehmen sich momentan mit zu vielen Dingen beschäftige. Es sei für ihn und das Management die größte Herausforderung, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und dieses voranzubringen. Zu seiner Person erteilte er den Spekulationen eine Absage, in einer künftigen US-Regierung Obama einen Ministerposten übernehmen zu wollen. Er stehe aber hinter dem demokratischen Kandidaten-Duo. (Ralf Müller)