VIA Nano: Erste Atom-Konkurrenten in Japan gesichtet

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Der kleine Prozessor-Anbieter VIA bereitet offenbar den Verkauf erster Nano-Produkte vor.

In Japan sind erste ITX-Mainboards aufgetaucht, die VIAs Hoffnungsträger Nano tragen. Sie sollen ab der letzten Oktoberwoche für knapp 18.000 Yen verkauft werden (circa 177 US-Dollar oder etwa 130 Euro).

Der Nano tritt gegen den Atom von Intel an, der in diesem Jahr den PC-Einstiegsmarkt aufmischte. VIAs ältere C3- und C7-Prozessoren tauchten praktisch ab vom Endkundenmarkt und fristen ihr Dasein im Nischen-Markt der Industrie-PCs.

Mit dem Nano greift VIA wieder an. Die neuen, kompakt-Boards bieten: DDR2-Speicher, PCI Express x16-Slot, Mini-PCI-Slot, integrierte Grafik und GBit-LAN. Der Nano setzt auf die gleiche Basis-Plattform wie der C7-Prozessor auf. Als neue Features bewirbt VIA unter anderem auch 64 Bit und verbesserte Rechenleistung der komplett neuen Micro-Architektur. In ersten Benchmarks hat es der Nano aber schwer sich abzusetzen von Intels älteren Low-Power Celeron, Atom 270 mit einem Kern und dem neuen Atom 330 mit zwei Kernen. Gegenüber dem eigenen C7 ist der Nano hingegen ein deutlicher Leistungschritt nach vorne.

Der VIA Nano-Prozessor ist in verschiedenen Taktraten geplant:
L2100 1,8GHz bei einem Strombedarf von maximal 25 Watt (TDP).
L2200 1,6GHz , 17 Watt (TDP).
U2400 1,3+ Ghz, 8 Watt (TDP).
U2500 1,2 Ghz, 6,8Watt (TDP).
U2300 1.0GHz, 5 Watt (TDP).

(Martin Bobowsky)