Elefanten beim Fallschirmspringen

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Geradezu poetisch beschreibt SE-Chef Komiyama die Entwicklung des Kundenvertrauens: Das stürze schneller als ein Team fallschirmspringender Elefanten, deren Schirme sich nicht öffneten. Dumm nur, dass er selbst dabei auch zum Opfer wird.

Denn zum ersten Mal in über fünf Jahren muss Sony Ericsson ein Quartal mit Netto-Verlusten melden: Im dritten Quartal 2008 machte der Handy-Hersteller ein Minus von 25 Millionen Euro – vor einem Jahr gab es im selben Zeitraum noch einen Gewinn in Höhe von 267 Millionen Euro.

Um wieder in sichere Gefilde zu kommen, hat SE auch einen Plan. So soll die Modellvielfalt drastisch eingeschränkt werden, und zwar um 20%. Außerdem soll aus drei Entwicklungsabteilungen für Handsets eine einzige gemacht werden. Auch das bereits verkündete Sparprogramm in Höhe von 300 Millionen Euro, das die Streichung von 2.000 Stellen beinhaltet, könnte ausgeweitet werden.

Immerhin verkauft Komiyama sich selbst nicht als Fallschirmspringer-Elefanten: Er sieht bereits in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres wieder schwarze Zahlen am Horizont. Hoffen wir mal, dass sein Schirm aufgeht. [gk]

Fudzilla