Der Super-Computer in der Wüste

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Eine neue technische Universität in Saudi-Arabien bekommt von den Ölscheichs einen Super-Computer spendiert, der Wissenschaftler aus aller Welt anlocken soll. Sogar Frauen dürfen kommen.

Während das Bildungswesen im Rest des Landes sich nicht durch übermäßige Liberalität auszeichnet, soll in der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST), die im nächsten Jahr ihre Pforten öffnet, ein wenig Weltoffenheit geübt werden.

Und damit für eine internationale Belegschaft im Lehrpersonal gesorgt ist, soll im Zentrum der Hochschule ein Super-Rechner namens Shaheen erbaut werden, der es auf 222 Teraflops bringen soll – das würde ihn zum sechstschnellsten Rechner der Welt machen. Shaheen soll unter anderem 3D-Darstellungen der Umwelt am Roten Meer und der Ölfelder liefern.

Für den Etat von KAUST hat der Namensgeber 10 Milliarden Dollar lockergemacht; außerdem werden den Experten aus aller Welt, die man anzulocken hofft, praktisch unbegrenzte Mittel für die Forschung versprochen. Was allerdings passiert, wenn sie bei ihrer Arbeit allzu Blasphemisches entdecken, wird man abwarten müssen. [gk]

Reuters