China will Nutzer von Internet-Cafes registrieren und fotografieren

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Wer in Peking ein Internet-Cafe aufsucht, wird künftig fotografiert und registriert. Offiziell will man mit dieser Maßnahme verhindern, dass Minderjährige mit fremden Ausweisen ins Netz gelangen.

Die Überwachung von Internet-Nutzern erreicht in Peking bald ein neues Level. Bis Jahresende sollen alle 1500 Internet-Cafes der chinesischen Hauptstadt mit Kameras und Ausweisscannern ausgerüstet werden, um alle Besucher mit Bild und persönlichen Daten zu erfassen. Wiederkehrende Benutzer sollen eine User-Nummer erhalten, mit der sie sich beim nächsten Besuch einloggen können.

Ziel der Maßnahme ist es, Internet-Missbrauch zu verhindern. Derzeit braucht man in China meist nur seinen Ausweise vorzeigen, wobei viele Minderjährige fremde Ausweise nutzen, weil sie offiziell nicht in Internet-Cafes dürfen.

Seit 2005 wird an dem neuen System schon gearbeitet, das verständlicherweise auch viel Kritik hervorruft. Schließlich wird für die Behörden die Internet-Überwachung deutlich vereinfacht, da sie leicht nachvollziehen können, wer wann in welchem Internet-Cafe bestimmte Seiten aufgerufen hat. (Daniel Dubsky)