Experten warnen: Firmen-Backup oft ein Sicherheitsloch

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Keine oder schlechte interne Regeln bezüglich der Backup-Prozesse können durchaus das Gegenteil der Absicht auslösen: Statt sich gegen Datenverlust zu sichern, verlässt manches Backup mitsamt der wertvollen Daten die Firma.

Durch die armselige Praxis in den Unternehmen, durch unklare Zugriffsrechte, durch Backup-Lösungen mit Root-Zugang, Abschiebung der Pflichtaufgabe an Neulinge oder Praktikanten nebst nicht selten veralteten Systemen seien hier Datenverluste und -diebstahl geradezu an der Tagesordnung, warnten einige Sicherheitsexperten auf der Storage Expo in London. Vor allem die Vertreter von GlassHouse Technologies stießen in dieses Horn: “Das ist töricht. Gerade das Backup-System ist eines der mächtigsten Datenwerkzeuge in der IT-Infrastruktur, die an beinahe alle entscheidenden Firmendaten herankommt”, echauffierte sich gestern Curtis Preston, GlassHouse-Vizepräsident für Datenschutz.

Backup-Software umgehe mit seinen Tools oft genug Verschlüsselungen und andere Sicherheitsmaßnahmen, sei also für einen Dieb das ideale Werkzeug. Und dann liegen ältere Backups in mancher Firma auch achtlos in den Ecken herum. “Da wird man verrückt, wenn man sieht, wie weit offen mancher Hintereingang bei den Firmen steht”, wundert sich Preston. Er appelliert an die IT-Abteilungen, diese Pflichtaufgabe künftig ernster zu nehmen und in verlässlichere Hände zu legen. (Ralf Müller)