US-Supercomputer schießt torkelnden Satelliten ab

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Die US-Marine nutzte einen Supercomputer, um einen Satelliten mit wenig Folgeschaden abzuschießen.

Dieser Nummern-Cruncher stand aber nicht auf einem Schiff der US-Marine, sondern im Forschungszentrum der Sandia National Labatories. Das Energiemnisterium NNSA (National Nuclear Security Adminstration) hatte diesen Auftrag zur Flugbahnberechnung vergeben.

Schon 2006 wurde der Satellit in das All geschossen, allerdings war die Umlaufbahn fehlerhaft, so dass dieser unkontrollierbar jederzeit abstürzen konnte. Das US-Verteidigungsminsterium wollte diese Gefahr beseitigen und beauftragte die NNSA den Abschuss vorzubereiten. Die Arbeit daran war sehr umfangreich: Zwei Monate lang simulierte der Red Storm den Abschuss in den verschiedensten Szenarien. Wichtig war es dabei nicht nur den Satelliten zu treffen, sondern möglichst wenig Splitter beim Abschuss im All entstehen zu lassen. Der Abschuss erfolgte zwar schon im Februar 2008, jedoch gab das US-Verteidigungsmisterium erst jetzt die Nachricht zur Meldung bei Cray frei. Der Supercomputerspezialist entwarf zusammen mit den Sandia National Labatories den Red Storm, um aufwendige Simulationen aus der Kernforschung, Erdbeben-Simulationen und anderen Wissenschaftsgebieten zu ermöglichen.

 

Star Wars ist damit ein Stück näher an die Realität gerückt. Wann jedoch die  Rechenleistung in kleinen Schiffen, oder Lastwagen bereitsteht, ist völlig offen. Dieser Rechner aus der Cray-Familie XT3  nutzt über 26.000 Opteron-Prozessorkerne. Damit steht dieser SuperRechner bei den Top 500 auf Platz 12. Die Gesamtrechenleistung liegt bei 102200 GFlops (Linpack-Benchmark). Moderne Grafikkarten liefern bestenfalls eine Rechenleistung von 1 TFlops (1000 GFlops) und auch das ist nur ein theoretischer Wert. Der Linpack-Benchmark ist sehr aufwendig  gegenüber Heim-Benchmarks am PC. (Martin Bobowsky)