Private Equity: Deutschland weit abgeschlagen

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Die Rahmenbedingungen für Private Equity sind in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland wieder schlechter geworden.

Keine guten Karten für Private Equity in Deutschland. Das zeigt die vierte Benchmark-Studie der European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA), die der Verband kürzlich veröffentlicht hat. Untersucht wurden die steuerlich-rechtlichen Rahmenbedingungen für das Private Equity-Geschäft sowie für die Ausübung unternehmerischer Aktivitäten in 27 europäischen Ländern.

Frankreich ist demnach Spitzenreiter mit einem Wert von 1,23 auf einer Skala von 1 (positiv) bis 3 (negativ). Das Schlusslicht bildet die Tschechische Republik mit einem Wert von 2,4. Deutschland ist nicht weit weg davon mit einem Wert von 2,18 und rangiert auf Platz 22 von 27. Im Jahr 2006 hatte die Bundesrepublik noch die Note 2,15 bekommen.

“Bedarf für Private Equity ist so hoch wie nie.” Javier Echarri, Generalsekretär der EVCA.

Deutschland auf Platz 22
Ziel der Studie ist es, die unterschiedlichen Steuer- und Rechtssysteme in Europa vergleichbar zu machen, beispielhafte Voraussetzungen für Beteiligungskapital und Unternehmertum herauszuarbeiten und einen effizienteren Steuer- und Rechtsrahmen für den gesamteuropäischen Markt zu schaffen.

Die Datenerhebung wurde von KPMG M&A Tax Services durchgeführt. Die Studie betrachtet alle 27 europäischen Märkte anhand von sieben Kriterien, zum Beispiel Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen, Fondsstrukturen und steuerliche Vorteile.

„Angesichts der gegenwärtigen Turbulenzen an den Finanzmärkten ist der Bedarf für eine starke Private Equity-Branche so hoch wie nie“, meint Javier Echarri, Generalsekretär der EVCA, zu den Ergebnissen der Studie.
Gudrun Kosche/mt

Weblinks
EVCA
KPMG M&A Tax Services