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Open-Source-Router Netgear WGR614L
WLAN-Router für Bastler
Die meisten User sind mit einem Bruchteil der Funktionen ihres WLAN-Routers zufrieden. Doch es gibt Einsatzgebiete, in denen das nicht ausreicht. Für besondere Ansprüche bieten die Hersteller deshalb Geräte an, die sich mit Open-Source-Firmware betreiben lassen. Neuester Spross ist der Netgear WGR614L.
Was bringt ein Open-Source-Router?
Mit dem WLAN-Router WGR614L hat jetzt auch Netgear ein preiswertes Gerät (circa 60 Euro) für Open-Source-Fans am Start. Er ist für anspruchsvolle Kunden gedacht, in erster Linie für Linux-Entwickler und Open-Source-Experten. Aber auch im Unternehmen hat ein Open-Source-Router seinen Platz, denn die flexiblen Firmware-Versionen können die eine oder andere Spezialfunktion liefern, die man sonst nur bei teuren Geräten findet.
Nimmt man es ganz genau, dann ist der WGR614L nicht der erste Open-Source-Router von Netgear. Bereits Anfang 2007 hat der Hersteller den KWGR614 ins Programm aufgenommen, um damit eine Community aufzubauen. Besonders erfolgreich war dieses Pilotprojekt jedoch nicht, denn einige Kunden haben sich über mangelndes Engagement von Netgear beschwert. Nach Aussagen von Netgear hat man aber aus dem Projekt gelernt und sich jetzt bewusst der gut unterstützten Broadcom-Plattform zugewandt. Der WGR614L ist also der erste ernsthafte Versuch von Netgear im Open-Source-Umfeld Fuß zu fassen.
Der KWGR614L ist der erste Versuch von Netgear ins Open-Source-Geschäft einzusteigen.
Was bringt ein Open-Source-Router? Ganz einfach: er bietet seinem Besitzer die Möglichkeit, fehlende Funktionen nachzurüsten. Beispiel Mittelstandsunternehmen: Für Kunden und Partner hat sich ein Unternehmen ein WLAN eingerichtet. Das soll jetzt neben der Lobby auch noch in den Konferenzräumen funktionieren. Also installiert man dort ein zweites WLAN und schaltet es über einen so genannten Wireless Distribution Service zusammen. Das ist eine Spezialität, die nur recht teure Router beherrschen und eben Open-Source-Router, etwa mit der Tomato-Firmware, die auch auf dem Netgear-Gerät läuft.
Beispiel WLAN im Hotel: Wer sich an einem Hotel-Hotspot anmeldet, soll nur ins Internet kommen, wenn er ein bestimmtes Zeitpaket gekauft hat. Beim Erstkontakt mit dem Router muss man also automatisch auf ein Portal weitergeleitet werden, das dann die Abrechnung übernimmt. Mit dem Open-Source-Router können Reseller so eine Anwendung selber bauen und zu geringen Kosten anbieten, denn die Router-Hardware selbst ist preiswert.
Der große Vorteil ist wie bei vielen anderen Open-Source-Projekten die offene Plattform. Netgear zählt dabei auf die Community und auf Systemintegratoren, die für Kunden Spezial-Lösungen bauen wollen.
Die Community-Webseite www.myopenrouter.com ist die zentrale Anlaufstelle für Informationen rund um den Netgear WGR614L.








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