Finanzkrise: SAP schickt alle Mitarbeiter in Zwangsurlaub

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Angeblich eine reine Vorsichtsmaßnahme: Co-Chef Leo Apotheker behauptet, dass Unternehmen sei »völlig gesund«. Schuld an dem Zwangsurlaub ist die Finanzkrise.

Zwischen Weihnachten und Silvester werden alle SAP-Mitarbeiter in den Urlaub gehen – ob sie wollen oder nicht. Co-Chef Leo Apotheker hat diese Maßnahme verordnet, berichtet die Financial Times Deutschland. Der Betriebsrat müsse nur noch zustimmen. Neben dem Zwangsurlaub werden im Rahmen eines Sparprogramms auch Reisebeschränkungen und ein Einstellungsstopp verhängt. Geplante Investitionen in Russland sind von dem Sparkurs angeblich nicht betroffen – so Apotheker. Verantwortlich für diese Maßnahmen ist die derzeit andauernde Finanzkrise: »Dies war nicht vorhersehbar. Das hat uns alle überrascht«, begründet der Co-Chef, »Wir wissen nicht, wie lange die Krise dauert und wie tief sie unsere Branche trifft«.

Aus diesem Grund ist die Sparoffensive laut Apotheker nur eine reine proaktive »Sicherheitsmaßnahme« und dem Konzern gehe es noch gut. SAP wurde letzte Woche von einem Nachfrageeinbruch überrascht – viele Kunden haben ihre Bestellungen eingefroren und warten auf bessere Zeiten. Diese Aktion hat SAPs Aktienkurs massiv beeinträchtigt. (Maxim Roubintchik)