Apple: Fehlerhafte Nvidia-Chips auch bei Macbook Pro

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Hat auch nur gut zwei Monate gedauert, bis sie das endlich zugeben konnten. Am 10. August berichteten wir erstmals darüber.

HP und Dell hatten sich lange zuvor schon ehrlich gemacht, Apple zögerte es wieder so lange wie möglich hinaus. Mit einer Ausrede von der Sorte: Der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen. Nvidia habe Apple “versichert, dass Mac-Rechner mit diesen Grafikprozessoren nicht betroffen waren”. Erst eine von Apple selbst durchgeführte Untersuchung habe ergeben, dass auch die eigenen Notebooks nicht unfehlbar sind.

Seit wann sind die so leichtgläubig, der Zusicherung eines Lieferanten zu vertrauen? Und für wie leichtgläubig halten sie ihre eigenen Kunden, wenn sie diese Geschichte nach Monaten auftischen? Die Benutzer hatten es schließlich viel früher gemerkt, waren aber hingehalten und für Reparaturen gut zur Kasse gebeten worden.

Nvidia hatte das Problem mit den mobilen GPUs im Juli eingestanden und knapp 200 Millionen $ beiseite gelegt für die Folgekosten. Apple brachte nun erst eine kleine Notiz auf der eigenen Website, auch Macbook-Pro-Modelle mit Geforce 8600M GT könnten von den Fehlern betroffen sein. Berichtet wurde von gestörter oder verzerrter Grafikdarstellung, oft gab es auf den Displays auch gar nichts mehr zu sehen.

Jetzt gesteht Apple den betroffenen Kunden kostenlose Reparaturen zu – jedenfalls bis zu zwei Jahre nach Kaufdatum, auch wenn die typischerweise kürzere Garantiezeit von Apple-Produkten bereits abgelaufen sein sollte. Wer schon für defekte Grafikchips bei Macbook Pro zur Kasse gebeten wurde, darf sogar auf Rückzahlung hoffen.

(rrr)

Wall Street Journal