Symantec: Pay per use als neues Lizenzmodell

CloudNetzwerkeSicherheitSicherheitsmanagementVirtualisierung

Sicherheitsunternehmen Symantec macht sich Gedanken über die Zukunft von Software. Die Tage von langfristigen Verträgen für Geschäftsrechner sind seiner Meinung nach gezählt.

Wie Silicon.com berichtet, wird in Zukunft nur die benötigte Zeit und Anzahl der benutzen Software bezahlt. Das behauptet Ken Berryman, ein Symantec-Verantwortlicher für den Bereich der “endpoint virtualisation”.

Derzeit besteht das Geschäftsmodell des Unternehmens daraus, dass Software für eine Zeit lang auf einer Vielzahl von Computern installiert wird. Es ist noch unüblich pro Rechner und für eine begrenzte Zeit nur das zu lizensieren, was vor Ort tatsächlich gebraucht wird. Um dieser Problematik entgegenzuwirken plant das Sicherheitsunternehmen ein neues Geschäftskonzept. Eine Software soll feststellen wie häufig eine Anwendung ausgeführt wurde und dementsprechend abkasieren. Dazu ist es laut Symantec allerdings nötig mit virtuellen Maschinen zu arbeiten. Zwischen virtueller Maschine und dem echten Rechner kommt ein sogenannter Hypervisor zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine Schnittstelle, die den Datenverkehr überwacht und wenn nötig gefährliche Software herausfiltert.

Ein vernetzter Experten-Rechner von Symantec prüft den Code nach, ob und stellt fest wie gefährlich dieser ist. Mit einem Injector schickt Symantec gegebenenfalls auch ein Gegenmittel auf den Gastrechner, falls sich doch zweifelhafter Code hereingeschlichen hat.

Ein Hypervisor ist deutlich kleiner und resourcensparender gegenüber einer bisherigen fest installierten Antiviren-Software auf dem Gastrechner. Genutzter Code läuft dann in einer virtualisierten Umgebung als weitere Sicherheitsmaßnahme. Der Kunde bezahlt nur die tatsächlich genutzte Rechenzeit seines Clients. Symantec bestätigt, dass Kunden vermehrt nach solchen flexiblen Lösungen fragen. (Martin Bobowsky)