Analyse: Google hat viel zu hohe Personalkosten

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Der Broker Soleil las gestern Abend dem Webkonzern die Leviten: Die Verbraucher halten sich in der Krise mit ihren Ausgaben zurück, nicht aber Google. Vor allem die Lohnsumme sei erschreckend hoch.

Die Soleil-Analysten stören sich daran, dass Google seinen Mitarbeitern einen Tag je Arbeitswoche frei gibt, den die Mitarbeiter für Lieblingsprojekte verwenden können. Weiter kritisieren sie die übermäßige Spendenfreude des Konzerns, der 10 Prozent seiner Einnahmen für wohltätige Zwecke ausgibt.

Soleil empfiehlt den Investoren angesichts der Krise am Markt, das Risiko der Aktiengesellschaft neu zu bewerten und grundsätzlich weniger für Aktien zu zahlen. Laut AP stößt die schweizerische Großbank UBS gerade ins gleiche Horn und reduziert die Aussichten für Google: Die Entwicklungen im wirtschaftlichen Umfeld werden insbesondere jene Unternehmen belasten, deren Umsätze stark von Werbung abhängen.

“Solche Firmen wird es stärker treffen als traditionelle Hersteller oder Dienstleister”, pflichtet Soleil-Analystin Laura Martin bei. Unisono raten die Branchenbeobachter Google dazu, die Personalkosten zu reduzieren und das Investmenttempo zu reduzieren. (Ralf Müller)