Trotz Finanzkrise: Brocade erhält Geld für Übernahme

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Der US-Speicherspezialist will den Router-Hersteller Foundry Networks schlucken. Durch die Turbulenzen am Finanzmarkt wäre der Deal fast geplatzt, wenn nicht die Bank of America rettend eingegriffen hätte.

Schon im Sommer äußerte die Brocade Communications Systems ihre Absicht, für 3 Milliarden Dollar (rund 2,15 Mrd. Euro) das Unternehmen Foundry Networks Inc. kaufen zu wollen. Doch durch die Bankenkrise wackelte plötzlich die Finanzierung. Das Problem löste gestern die US-Großbank, indem sie einen Unternehmenskredit in Höhe von etwas über 1,2 Milliarden Dollar beisteuert. Zu den weiteren Finanziers gehören unter anderem Morgan Stanley und die HSBC Bank.

Mit der Akquisition strebt Brocade eine Position als “führender Anbieter von Netzwerk-Lösungen und -Services” an. Dazu benötige man innovative Technologien und führende Produkte, die den Weg vom Internet ins Herzen des Data Centers ebnen.
Die Vorzeichen dafür stehen auf grün, denn beide Konzernleitungen stimmten der Fusion ebenso zu wie die Aufsichtsbehörden. Die Foundry-Aktionäre stimmen am 24. Oktober über den Kauf ab. (Ralf Müller)