Bundesregierung will sichere Mail-Adresse für alle Bürger

SicherheitSicherheitsmanagementSoftwareZusammenarbeit

Über einen von der Bundesregierung initiierten Mail-Dienst sollen künftig alle Bürger mit Behörden Dokumente austauschen können. Das Projekt wurde noch nicht offiziell vorgestellt, doch es werden bereits kritische Stimmen laut.

Im Auftrag des Bundesinnenministeriums werkeln deutsche Unternehmen an einem weltweit einmaligen Projekt – einem staatlich initiierten Mail-Dienst für alle Bürger, über den diese rechtsgültige Dokumente mit Behörden, Banken und Online-Shops austauschen können. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Eines der beteiligten Unternehmen ist der Provider Strato; dessen Chef Damian Schmidt äußerte gegenüber dem Wirtschaftsblatt bereits Kritik: es sei unklar, wie sich das Projekt dauerhaft finanzieren soll.

In Berlin ist man aber vom Erfolg überzeugt, könne doch der Bürger nun seine Rechtsgeschäfte einfacher online abwickeln und bekäme auch einen elektronischen Safe, um seine Dokumente sicher online zu speichern. Der De-Mail genannte Dienst soll laut FTD von Angela Merkel Mitte November auf dem dritten IT-Gipfel vorgestellt werden. Jeder Bürger soll dann eine Mail-Adresse beantragen können. Damit diese ihm zweifelsfrei zugeordnet werden kann und für Rechtsgeschäfte taugt, müssen für die Anmeldung die Meldedaten etwa über Post-Ident überprüft werden.

Auch die Deutsche Telekom ist über ihre Tochter T-Systems an De-Mail beteiligt. Also “ausgerechnet jener Konzern, der zurzeit von einem Datenskandal in den nächsten trudelt”, wie die FTD korrekt anmerkt. (Daniel Dubsky)