Yahoo schlittert immer tiefer in Probleme

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Dass der Anzeigen-Deal mit Google einstweilen auf Eis liegt, ist nur ein Problem des ins Trudeln geratenen Unternehmens. Gerade rauscht der Wert der Beteiligungen, die Yahoo in Asien hält, kräftig in den Keller.

Eigentlich wollte Yahoo mit diesem Engagement auf den asiatischen Märkten den Fuß in der Tür haben, aber was einst glanzvoll aussah, wirkt im Moment eher kümmerlich: Um 2,1 Milliarden Dollar (oder  22 Prozent) ist der Marktwert der Beteiligungen seit Juli gesunken.

Die Ursache des Debakels, die Befürchtung der Investoren, dass sich die Finanzkrise auch bei den Werbe-Budgets bemerkbar machen wird, wird langsam auch für den Yahoo -Vorstand bedrohlich. Schließlich wollen die Aktionäre vor allem Geld sehen und dürften kaum darüber erfreut sein, dass ihre Wertpapiere den niedrigsten Kurs seit fünf Jahren erreicht haben.

Die Anteile an den Unternehmen in Asien waren ein Grund dafür gewesen, dass Yahoo-Chef Jerry Yang das Microsoft-Angebot als zu niedrig zurückgewiesen hatte – mittlerweile liegt der Yahoo-Kurs bei rund 14 Dollar, während Steve Ballmer noch 33 Dollar zahlen wollte. Und ob Yahoo überhaupt einen Käufer für die fernöstlichen Aktien finden wird, ist auch noch nicht gesagt … [gk]

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