McAfee: Traditionelle Anti-Viren-Tools sind obsolet

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Auf die herkömmliche Weise nach Virensignaturen scannen und danach verdächtige Daten bekämpfen sei eine überholte Methode, glaubt der Hersteller, der selbst sein Geld jahrelang damit verdiente.

McAfee begründete sein Geschäft mit dem Verkauf signaturenbasierter Scanner. Nun propagiert das Softwarehaus plötzlich, dass es sich dabei um eine aussterbende Tool-Gattung handele. Das zumindest gab Senior-Vizepräsident Chris Kenworthy soeben lauf der aufenden Sicherheitskonferenz ISSE 2008 in Madrid zum Besten. Er sieht das Zeitalter für alternative Vorgehensarten anbrechen. Eine ganze Phalanx integrierter Sicherheitstechnologien, die verstärkt auf Malware-, Rootkit-, Trojaner-, Keylogger- und Exploit-Jagd gehen, seien heute vonnöten.

Noch wichtiger als gute Softwarewächter sei eine vernünftige Sicherheitspolitik innerhalb von Firmen und Organisationen, betont der McAfee-Manager: “Wir als Anbieter wollen ihnen naturgemäß eine Menge Produkte verkaufen, aber in Wahrheit sind es die internen Leitfäden und der praktische Alltagsumgang mit den Sicherheitsfragen, die ein gutes Ergebnis erzielen. Sonst nutzt auch die Technologie nichts.”

Kenworthys Absage an die alten Anti-Viren-Produkte erhielt in der Branche Zustimmung. Neil Cook von Cloudmark hält die alten Scanner in vielerlei Hinsicht ebenfalls für praktisch obsolet. “Große Unternehmen haben natürlich im Laufe der Zeit viel Geld für diese klassischen Methoden ausgegeben. Da ist es schwer, einen neuen, innovativen Weg einzuschlagen”. (Ralf Müller)