Data Mining taugt nicht zur Terroristenbekämpfung

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Meinen nicht irgendwelche Datenschützer, sondern der National Research Council der USA. Der auch nocg noch gleich meint, dass das nicht nur ergebnislos sei, sondern auch als Ziel für technologische Entwicklungen unerwünscht.

Auf 352 Seiten lässt sich ein Bericht des NRC unter dem Titel “Protecting Individual Privacy in the Struggle Against Terrorists” über die Datensammelbemühungen der US-Behörden aus und kommt zu einem vernichtenden Urteil.

Nicht nur das umstrittene Programm Total Information Awareness des Verteidigungsministeriums taugt nicht, sondern der ganze Ansatz ist nach Meinung der Wissenschaftler verfehlt. Dass durch die zunehmende Nutzung des Internets und Technologien wie RFID eine verlockende Datenmenge zusammenkommt, bedeutet nicht, dass man sie auch sinnvoll nutzen kann.

Der NRC unterscheidet zwar zwischen personenbezogenem und musterbezogenem Data-Mining, hält aber alle derzeitigen Vorstellungen der US-Regierung für wenig erfolgreich: Die Vorstellung, man könne automatisch die digitalen Spuren von Terroristen finden und nur deren Kommunikation überwachen, sei unrealistisch.

Das Wissenschaftlergremium hat keien keine eigenen Befugnisse, hat aber schon in der Vergangenheit einigen Einfluss bewiesen. Und dass der Report ausgerechnet im Wahlkampf publik wird, könnte ein positives Zeichen sein, dass in den USA ein Umdenken einsetzt… [gk]

CNET