Spionage-Affäre: Oracle und SAP können sich nicht einigen

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Im Streit um den rechtswidrigen Zugriff auf Datenbanken der Konkurrenz haben sich Oracle und SAP nicht außergerichtlich einigen können. Nun droht ein langer Rechtsstreit.

Bis Oktober hatten beide Parteien Zeit, sich außergerichtlich zu einigen. Das haben sie, wie die FTD berichtet, aber nicht geschafft – die Gespräche seien ergebnislos verlaufen und wurden gestern abend abgebrochen.

SAP hatte das US-Unternehmen TomorrowNow 2005 übernommen, das – so der Vorwurf von Oracle – sich illegalen Zugang zum Support-Bereich von Oracle verschafft hatte, um dort Software und Informationsmaterialien zu kopieren. Bei SAP bestritt man zwar, von dem Datenklau gewusst zu haben, doch Oracle reichte zuletzt neue Dokumente ein, die nahelegen, dass das SAP-Topmanagement informiert war.

Der Rechtstreit belastete das US-Geschäft stark, weshalb man sich bei SAP mittlerweile entschieden hat, TomorrowNow zum Monatsende dichtzumachen. (Daniel Dubsky)