Hightech-Parteitag für Barack Obama

NetzwerkeSoftware

Der Parteitag der Demokraten in den USA stellte auch die IT-Infrastruktur vor eine Herausforderung. Tausende von Bloggern und Journalisten stellten Texte, Fotos und Videos ins Web. Die Chance für Hersteller wie Google, Microsoft oder Verizon ihre Technik zu präsentieren.

Microsoft, Google, Yahoo, Qwest und Verizon Wireless lieferten die Technik rund um den Parteitag der Demokraten in Denver. Angesichts der Schwärme von Bloggern, die in Denver einfielen, unternahmen Google, Microsoft, Yahoo, Qwest und Verizon Wireless große Anstrengungen, um die Infrastruktur für Tausende von Bloggern, schätzungsweise 5000 Delegierte und 15 000 Journalisten zu bewältigen. An Googles YouTube-Ständen konnte jeder direkt ins Internet posten, und Microsoft setzte sich mit seinem Web-Multimedia-Plug-in Silverlight in Szene.

Barack Obama und alle Teilnehmer des Parteitags mussten bei allem, was taten oder sagten sehr vorsichtig sein. Jeder Satz, jede Regung war in Minutenschnelle via Internet in auf YouTube zu sehen.
Ähnliches galt für den Parteitag der Republikaner in Minneapolis Anfang September. Während die Inszenierungen beider Veranstaltungen hauptsächlich auf TV-Übertragungen ausgerichtet waren, bevölkerten unzählige Blogger die Städte und traten sich auf den Konferenzen gegenseitig auf die Füße, um möglichst pausenlos über die mehr als 90 Partys und Empfänge täglich zu berichten, die für die Parteitagsteilnehmer auf dem Plan standen.


Zelt für Blogger
Blogger konnten in Denver von Google einiges erwarten. Sie waren eingeladen in Googles rund 750 Quadratmeter großes „Big Tent“ außerhalb des Parteitagsgeländes, in dem sie an Kiosk-Terminals die fast sofortige Übertragung von Videos auf YouTube starten konnten. Das Geschnatter im Cyberspace war groß, wenn unzählige Webcasts, Textmessages und Sirius XM Radio-Übertragungen alles, was auf dem Parteitag passierte, fast schon in Echtzeit in die ganze Welt trugen.
“Diese Gelegenheit, alles, was sich auf der politischen Plattform bewegt, an einem Platz versammelt zu haben, hat man nur einmal in Leben”, erzählt Ginny Hunt, Manager des Google-Teams, jedem Reporter, der ihm über den Weg lief. 

Google wird auch diverse Workshops veranstalten und dem Publikum seine vielen Tools vorstellen, die den politischen Alltag vereinfachen sollen, so etwa Werkzeuge zur Erstellung einer Wahl-Karte und zum Suchen nach Videos rund um die Wahlen.

Mit Microsoft, Verizon und Wire to Wire online auf dem Parteitag 
Neben Google, das wieder einmal in puncto öffentliche Aufmerksamkeit alle  Konkurrenten ausstach, hatten viele andere große Namen der IT-Branche in Denver ihren Auftritt. Zu den offiziellen Parteitags-“Ausstattern” gehörte auch Microsoft, das ebenfalls vier Tage lang hochauflösende Live-Videobilder ins Netz schickte. Yahoo trat als Partner des Polit-Magazins Politico auf, um über den Parteitag zu berichten und öffentliche Diskussionsforen anzubieten.
Microsofts Engagement in der Polit-Szene liefert dem Unternehmen eine Plattform, um seine Kunden mit den visuellen Funktionen seiner interaktiven Silverlight-Technologie bekannt zu machen.

Zudem stellte Microsoft dem Veranstaltungspersonal die Ausstattung zur Registrierung und Zuordnung von Delegierten zur Verfügung, ebenso Programme wie Office Live Meeting für Webkonferenzen sowie Microsoft Office SharePoint Server für die Online-Dokumentenverwaltung.
Leah Daughtry, CEO des Parteitags-Kommitees der Demokraten, meinte: „Microsofts Technologien werden eine zentrale Rolle dabei spielen, einen reibungslosen geschäftlichen Ablauf des Parteitags zu sichern und dazu beitragen, dass mehr Amerikaner als je zuvor am Parteitagsgeschehen teilnehmen können.” Und Brad Smith, Microsofts Vizepräsident und oberster Rechtsberater, fügte hinzu: “Wie wir während der Vorwahlen überall beobachten konnten, spielt die IT eine immer wichtigere Rolle im Wahlkampf. Microsoft wird seinen Teil dazu beitragen, dass die Vertreter beider Parteien die Vorteile nutzen können, die eine hochentwickelte IT heute bietet.”


Fünf Millionen Anrufe mehr
Entschlossen, an der Technikfront nicht zurückzustecken, gab Verizon Wireless bekannt, dass es während des Parteitags fünf Millionen Anrufe und Datenübertragungen mehr als gewöhnlich übernehmen könne. Qwest, offizieller Telekommunikationspartner des Parteitags, kündigte an, das Unternehmen werde für die Verwaltungsbüros der Demokraten, die Delegierten sowie die Journalisten, die über die Stadt hereinbrechen, entsprechende Services für die drahtlose Sprach- und Datenübertragung zur Verfügung stellen.
“Nach Ankunft der etwa 5000 Delegierten, 15 000 Journalisten und vielen anderen Besuchern werden unsere Kunden ihre Handys und Smartphones intensiv nutzen, um zu sprechen, zu texten, zu navigieren und zu mailen, und das alles in Rekordgeschwindigkeit,” erklärte Verizons Melanie Braidich kurz vor der Veranstaltung.
Übersetzung: