DRM: Nützt nicht, schadet nicht

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So sieht es zumindest die Musikindustrie. Und will diese Woche beim immer wieder totgesagten, aber dennoch vor sich hin kräuchenden Branchentreffen PopKomm über das “Wie weiter?” diskutieren.

Die Linie hat Edgar Bronfman jr., CEO von Warner Music, vorgegeben: Der Verzicht auf DRM habe zu keinerlei postivem Ausschlag auf der Wachstumskurve des eigenen Download-Geschäfts geführt.

Aber auch zu keinem negativen: Und so soll ein neues internationales Abkommen über den Schutz von Urheberrechten im Internet ins Leben gerufen werden. Die letzte derartige Initiative hatte 1996 die World Intellectual Property Organisation (WIPO) ins Leben gerufen, die ihre Weitsicht damit bewies, dass sie DRM als geeignetes Mittel gegen die unbefugte Nutzung von Musik-Dateien empfahl.

Das hat sich zum einen nicht als funktionierende Lösung erwiesen; zum anderen will sich offenbar auch die Industrie nicht mehr den ständigen Beschwerden der Kunden aussetzen. Daher will die WIPO künftig auch die Interessenten der Konsumenten berücksichtigen.

Ob dies allerdings mehr als ein Lippenbekenntnis ist, darf man schon angesichts des Titel der Veranstaltung, bei der diese Pläne auf der PopKomm diskutiert werden sollen bezweifeln. Die heißt nämlich schlicht “WIPO versus Consumers” – ganz ohne Fragezeichen. [gk]

musikwoche.de