Microsoft will Scareware an den Kragen

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Gemeinsam mit dem Staatsanwalt des Bundesstaats Washington hat der Software-Konzern eine Klage gegen einen Verbreiter von Programmen eingereicht, die furchtsame Internet-User zum Erwerb nutzloser Produkte verleiten sollen.

Längst nicht alle Web-Nutzer klicken gelangweilt die Pop-Ups weg, die verkünden, dass ihrem Rechner gar fürchterliche Dinge drohen, wenn nicht umgehend eine bestimmte Software zum Schutz des PCs erworben wird – immerhin finden sich so viele Käufer, dass sowohl Microsoft als auch die Staatsanwaltschaft von Washington sich zu juristischen Schritten entschlossen haben.

Im Visier ist vor allem eine Firma aus Texas mit dem Namen Branch Software, die in ihren Pop-Ups vor einer beschädigten Registry warnt und Abhlife mit dem Programm Registry Cleaner XP verspricht, das 39,95 Dollar kosten soll.

Das richtet dann zwar keinen Schaden an, behebt aber auch keine Probleme, da diese ja nicht existieren.

Wie anfällig der Durchschnittsnutzer für die Panikmache ist, belegt auch eine Studie der Carolina State University: Die meisten Probanden konnten echte und falsche Meldungen nicht von einander unterscheiden, und selbst wenn man ihnen erklärte, dass es sich um Fälschungen handelte, wollten 63% nicht dem Drang widerstehen, auf “OK” zu klicken. [gk]

BBC News