Hacker vertreiben Internetbetrüger

Sicherheit

Durch Veröffentlichung ihrer Namen, Adressen, Fotos; jetzt sind die Schwindelwebseiten offline.

Die polnisch-stämmigen Brüder Matt und Jake Dylewski betrieben jahrelang ein äusserst lukratives Schwindelunternehmen in der Grauzone des Copyrights. Sie verkauften (völlig illegal) Downloadadressen für Filme oder Musik, in der Regel per Torrent, und versicherten ihren gutgläubigen zahlenden Kunden, ein solches Handeln wäre auf der rechtlich sicheren Seite.

Nach geschätzten Millionengewinnen schlugen nun unbekannte Hacker zurück. Auf einer eigens eingerichteten Website veröffentlichten diese die Namen und Fotos der Brüder, die irreführenden Webseiten, dazu Büroadressen, Wohnorte, Autokennzeichen, Fotos, Namen und Adressen ihrer Freundinnen und andere Daten.

Die Reaktion kam prompt: Sämtliche betrügerischen Dylewski-Webauftritte wurden geschlossen, die beiden Scammer sind mit unbekanntem Ziel verreist. Das Grassroots-Vigilantentum der Internet-Community hat sich als erfolgreich herausgestellt. (Fritz Effenberger)