Das kleine Netbook-ABC
Alle lieben Netbooks

MobileNotebook

Kleine Netbooks sind kostengünstig, handlich und besitzen alle Basis-Funktionen. Dennoch kommen sie nicht an normale Notebooks heran. Dabei spielt die Qualität eine der wichtigsten Rollen. Erfahren Sie das aktuelle Angebot und wohin der Trend geht.

Hilfe für Hilfsbedürftige

Die Erfolgsgeschichte der Netbooks beruht auf der Idee, jedem Menschen die Möglichkeit zu bieten, im Internet zu surfen und Office-Anwendungen auszuführen. Besonders in Entwicklungsländern, also ein nobles Vorhaben. Damals lief das Konzept noch unter dem Motto “One Laptop per child”. Aus dieser Schlagzeile entwickelte sich eine Produktnische, die schnell gefüllt wurde. Allen voran stand der Eee-PC von Asus. Die drei “e” stehen übrigens für “Easy to learn, easy to work and easy to play”. Die erste Version dieses Netbooks heißt Eee-PC 700, heute reiht sich das Modell in eine Palette von insgesamt 12 Modellen ein. Asus feierte große Erfolge und es kamen schnell die ersten Nachahmer. Heute zählt es nahezu als Pflicht, ein solches Mini-Notebook im Sortiment zu führen. Heute bieten Acer, HP, Dell, Gigabyte, Fujitsu Siemens, MSI, Elitegroup, Medion, LG, One, Commodore und Lenovo die kleinen PCs an. Allesamt mit ähnlichen Bauteilen und Eigenschaften.

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Das Netbook im Detail

Den Ausdruck Netbook hat Intel im Februar 2008 eingeführt, und seither ist er Synonym für die spartanisch ausgestatteten Geräte. Spartanisch deshalb, da in den Netbooks nur die nötigste Hardware verbaut wird. Oft ist diese auch schon einige Generationen älter als aktuelle Technologien. Gutes Beispiel: das Display. Die meisten Geräte haben eine 8-Zoll-Anzeige mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln. Die neuen Generationen besitzen oft ein 10-Zoll-Panel. Zwar nicht hochauflösend, aber ausreichend zum Surfen und Arbeiten. Die Hintergrundbeleuchtung ist auch ungenügend, energiesparende LED-Backlights gibt es bislang noch nicht.

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Auch bei der CPU wird gespart. Während bei wenigen Modellen Via-Chipsätze zum Einsatz kommen, etwa bei dem unbekannten chinesischen OEM-Hersteller Tsinghua TongFang, werkelt in den meisten Netbooks Intels ultramobile CPU Atom. Diese Plattform entwickelte Intel extra für mobile Endgeräte. Der Prozessortakt rangiert zwischen 800 MHz und 1,8 GHz, den Cache konfektioniert Intel mit 512 KByte. Die CPU wird im Format 45 nm gefertigt Die Atom-CPU, die unter dem Namen Silverthorne bekannt ist, hat schon jetzt eine Ergänzung in Form von Diamondville erhalten. Es ist auch eine Desktop-Variante hinzugekommen. Diese CPUs werden ebenfalls für Netbooks, aber auch für Nettops gebaut. Letztere kommen im Desktop-Bereich zum Einsatz. Diese Minimal-Rechner kosten ebenfalls um die 300 Euro und können auch Multimedia-Dateien verarbeiten und im Internet surfen. Im Jahre 2009 soll dann der offizielle Nachfolger Moorestown kommen, der zum Unterschied den Grafikprozessor und Speicherkontroller im Chip integriert hat. Damit soll der Energiebedarf erneut sinken. Auch der Speicher leidet unter den Sparmaßnahmen der Netbook-Bauweise. Die ersten Modelle der Netbook-Sparte mussten mit knappem Flash-Speicher auskommen. Inzwischen gibt es aber ebenfalls Varianten mit herkömmlichem Massenspeicher, etwa von MSI.


Auf das OS kommt es an

Bei der Wahl des installierten Betriebssystems sind zwei Faktoren wichtig. Nummer eins: Während die Linux-Rechner deutlich günstigen sind, kosten Lizenzen für Microsoft Windows XP ordentlich Geld. Der zweite Faktor ist der Anwendungsbereich. Nicht immer ist ein so mächtiges Betriebssystem wie Windows XP notwendig. Oft reichen Open-Source-Office-Lösungen. Für Anwender, die sich ein kompatibles Betriebssystem das keine Profikenntnisse erforder, wünschen, ist aber definitiv XP empfehlenswert.

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Top-Geräte unter der Lupe

Hier eine Auswahl der besten drei Geräte – was sie können und was sie taugen:

Asus Eee-PC 1000H

Der aktuelle Eee-PC hat einen Atom-Prozessor (Diamondville), mit 1,6 GHz. Am RAM-Speicher hat sich nicht viel getan, der beläuft sich immer noch auf 1 GByte. Das Display misst 10,2-Zoll. Diese Größe ist wesentlich angenehmer beim Arbeiten – speziell bei langem Schreiben. Die Auflösung liegt bei 1024 x 600 Pixeln. Als Betriebssystem kommt wahlweise Windows XP (Modell 1000H) oder Xandros Linux (Modell 1000) zum Einsatz. Als Speicher stehen entweder 40 GByte SSD oder 160 GByte HDD zur Auswahl. In`s Netz geht es wahlweise per Ethernet oder WLAN. Im oberen Display-Rahmen verbaut Asus eine Webcam mit 1,3 Megapixel. Besonders bemerkenswert, wie auch beim Modell 901, ist die Akkulaufzeit. Diese gibt der Hersteller mit 4,5 – 5 Stunden an. Die Verarbeitung ist für ein Netbook sehr gut. Der Preis beläuft sich auf 429 Euro.

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Fujitsu Siemens Amilo Mini

Erst zur IFA 2008 präsentierte Fujitsu Siemens das Amilo Mini. Bei der technischen Ausstattung gibt es trotzdem keine brandheißen Neuerungen. Die Intel Atom-CPU läuft mit 1,6 GHz und arbeitet mit 1 GByte Arbeitsspeicher. Die Festplatte mit 1,8-Zoll und 4200 Umdrehungen speichert 60 bzw. 80 GByte. Ende 2008 soll auch eine Variante mit 120 GByte auf den Markt kommen. Als Betriebssystem kommt bei Fujitsu Siemens ausschließlich Windows XP auf das Netbook. Das 8,9-Zoll-Display löst, wie gewöhnlich, mit 1024 x 600 Pixeln auf. Besonders hervorzuheben sind ein PCIe-Slot für Steckkarten, etwa UMTS, und die auswechselbaren Cover. Damit kommt Farbe in den tristen Netbook-Alltag. Die Cover lassen sich einfach aufstecken und es gibt sogar eine transparente Variante unter die der Anwender ein ausgedrucktes Bild klemmen kann. Der Preis liegt bei 400 Euro.

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MSI Wind U100, U90

MSI hat von dem hauseigenen Netbook bislang zwei Varianten auf dem Markt. Das U90 hat ein 8,9-Zoll-Display mit den gewohnten technischen Eigenschaften. Es besitzt also eine Auflösung von 1024 x 600 Pixeln und nutzt LED-Technik als Hintergrundbeleuchtung. Das U100 hat dagegen ein 10-Zoll-Display und wiegt nur rund 1 Kilogramm. Es verbindet sich kabellos über WLAN und Bluetooth und natürlich auch per LAN-Schnittstelle. Das Wind U90 ist übrigens baugleich mit dem Akoya von Medion. MSI liefert hier zu, somit nehmen sich die Geräte nichts in der Qualität. Die Preise belaufen sich auf 339 Euro für das U90 und 435 Euro für das U100 (Windows XP). Im Vergleich mit einem Eee-PC 901 schwächelt das Wind nur in puncto Akkulaufzeit. Die Herstellerangabe gibt ihm 2,5 Stunden. Übrigens gibt es schon Gerüchte über Nachfolger. Bislang sind aber nur die Namen bekannt: U91 und U120.


Die Zukunft des Netbooks

Was einem so mobilen
Gerät wie dem Netbook nicht fehlen darf, ist UMTS bzw. HSDPA. Das haben die Hersteller Acer sowie Asus erkannt und sich mit T-Mobile zusammengetan. Den Eee-PC 901 Go gibt es mit HSDPA-Modul. Damit kann das Netbook mit bis zu 7,2 Mbit/s im Internet surfen und mit bis zu 2 Mbit hochladen. Das Aspire One gibt es im Rahmen des Vertrages web`n`walk Connect L (24 Monate) für einen Euro. Ein weiterer Trend ist die Portierung des Lowbudget-Gedanken in den Desktop-Bereich. Wieder prägt Intel hierzu einen offiziellen Namen. Die Nettops verwenden ebenfalls Intels Lowend-Atom-CPU und -Hardware. Dafür stimmt aber der Preis. MSI, verlangt für den Wind PC rund 300 Euro. Wiederum baugleich, weil ebenfalls von MSI zugeliefert, vertreibt Medion den Akoya Nettop PC E2005 D für ebenfalls glatte 300 Euro. Auch Shuttle, schon länger für Mini-Rechner bekannt, hat einen Nettop im Programm. Der X27 soll 244 Euro kosten.

Hier finden Sie eine Liste mit aktuellen Geräten der verschiedenen Hersteller:

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