MySpace und der Ausverkauf

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Im Bett mit der Industrie oder einfach ein Geschäftsmodell: Unabhängige Künstler beklagen Nachteile.

Seit das Sozial-Netzwerk MySpace, auch bekannt aus “Facebook für Leute ohne Schulbildung” vor drei Jahren für etwas über eine halbe Milliarde US-Dollar vom Murdoch-Imperium eingekauft wurde, wartet die Welt auf die Vorstellung eines passenden Geschäftsmodells. Mit über 200 Millionen registrierter User muss sich doch Geld verdienen lassen, auch jenseits von kleinen Google-Brötchen.

Inzwischen etablierte sich auf dem Freundesnetzwerk eine rege musikalische Subkultur. Keine Band, vor allem aus den unbekannteren Reihen, verzichtet auf eine eigene MySpace-Seite. Genau diese Klientel lässt nun lautes Murren ertönen: Indie Labels beklagen eine Sperrung ihrer MySpace-Seiten, ebenso unabhängige Musiker gleichwelchen Bekanntheitsgrades.

Gleichzeitig werden Deals mit Major Labels (a.k.a “Musikindustrie”) bekannt, die sich zuvor schon mit Investitionen an MySpace beteiligt hatten. Nachdem sich alle teile unserer Gesellschaft ständig ändern und neu anordnen, trifft das nun auch für die virtuelle Hemisphäre zu. Die kreativen Kräfte werden allerdings weiter wandern, Alternativangebote gibt es genug. [fe]

Techdirt