Transmeta zu verkaufen

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Der Entwickler besonders effizienter Prozessortechnologien, bei dem auch Linux-Urvater Linus Torvalds einst tätig war, wirft das Handtuch. Und bietet sich zum Kauf an.

Transmeta war mit dem extra-stromsparenden Prozessor Crusoe Anfang des Jahres 2000 offenbar zu früh dran, konnte sich in den Konkurrenzschlachten zwischen Intel und AMD nie wirklich behaupten. Auch Efficeon hielt sich 2004 nicht im Markt. Transmeta lizenzierte daraufhin die entwickelten Technologien an Fujitsu, Sony, NEC und Nvidia. Mit einer 2006 gegen Intel eingereichten Klage wegen Patentverletzung holte Transmeta noch 250 Millionen $ fürs weitere Überleben heraus. 2007 investierte AMD 7,5 Millionen $ und wurde damit zum größten Einzelaktionär der Firma.

Inzwischen hat ein großes Rätselraten eingesetzt, wer Transmeta wohl kaufen könnte. Private Investoren ohne Branchenkenntnisse dürften wenig Interesse haben. AMD und Nvidia haben derzeit ganz andere Probleme. Intel hingegen hat sich eben bereit erklärt, die noch fälligen Zahlungen nicht wie vereinbart in fünf Raten, sondern gleich auf einmal zu zahlen, scheint die Geschichte also abschließen zu wollen.

Transmetas Börsenwert beträgt derzeit 164 Millionen $. Wer bietet als Erster?

(bk)

The Inquirer UK