eBay setzt PayPal-Zwang in den USA durch

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Das Online-Auktionshaus ist mit seiner Initiative bereits in Australien gescheitert, versucht es jedoch in den USA erneut. PayPal wird verpflichtend. Banküberweisungen und Zahlungen per Check sind Tabu.

Auf einer Übersichtsseite erklärt eBay USA, dass Überweisungen und Check-Zahlungen ab sofort nicht mehr geduldet werden. Käufer können entweder eine von sieben möglichen PayPal-Zahlungs-Varianten benutzen, Bar bei Erhalt der Lieferung oder per ProPay-Dienst bezahlen. Es gibt jedoch Ausnahmen für die Regelung: Immobilien, Fahrzeuge und Industrieprodukte dürfen auch weiterhin per Banküberweisung bezahlt werden. Das Auktionshaus weißt ausdrücklich darauf hin, dass Überweisungen und Checkzahlungen mit einem 80 Prozent höheren Gefahrenpotential behaftet sind. Wer in Zukunft trotz Verbot versucht einen Artikel per Überweisung an den Käufer zu bringen muss mit eine Account-Sperre rechnen.

In Down-Under ist eBay mit der gleichen Masche bereits an den Wettbewerbsbehörden gescheitert. Die Online-Plattform plante die Nutzung des hauseigenen Zahlungsdienstes PayPal für alle User verpflichtend zu machen. Auf diese Weise fallen bei jeder Transaktion Gebühren an, die eBay für sich verbuchen kann.

Ob wir auch hierzulande mit solchen Schritten von eBay rechnen müssen ist bislang unklar. Das Auktionshaus pflegt jedoch seine Richtlinien in der Regel weltweit durchzusetzen. (Maxim Roubintchik)