EA wegen Spore-DRM verklagt

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Die heimliche Installation von SecuROM soll gegen kalifornische Verbraucherschutzgesetze sowie das Gesetz gegen unfairen Wettbewerb verstoßen. Eine Sammelklage wurde im Namen der Spielerin Melissa Thomas und “aller anderen Spore-Käufer” eingereicht.

Insbesondere die heimliche Vorgehensweise stößt den Klägern auf, wie in der Klageschrift ausgeführt wird:

“Obwohl den Verbrauchern mitgeteilt wird, dass das Spiel Zugangskontrolle und Kopierschutztechnologie einsetzt, erfahren die Verbraucher nicht, dass diese Technologie tatsächlich in einem vollständig getrennten, eigenständigen Programm enthalten ist, das sich überträgt, installiert und auf ihrem Computer durchführt. Wenn es einmal installiert ist, gehört es dauerhaft zu den Softwareanwendungen des Verbrauchers. Selbst wenn der Verbraucher Spore deinstalliert und vollständig vom Computer löscht, verbleibt SecuROM beständig auf ihrem Computer eingerichtet. Der Verbraucher kann es nur beseitigen, indem er die Daten der Festplatte vollständig löscht durch eine Neuformatierung oder einen Austausch des Laufwerks.”

Die Klage geht davon aus, EA habe den Einsatz von SecuROM mit Spore “vorsätzlich” verheimlicht. Es überwache die Funktionen des Computers und könne diese unter Umständen behindern, nutze zudem die Ressourcen des PCs, um “Informationen zurück zu EA zu senden”.

Beantragt wird, allen Klägern den Kaufpreis von 49,99 $ sowie entstandenen Schaden zu ersetzen. Electronic Arts hatte schon reichlich Ärger wegen den verschärften DRM-Praktiken bei Spore. Sofern diese Klage Erfolg hat, käme es richtig teuer.

(bk)

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