EU stärkt Verbraucherschutz für Online-Shopping

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Die EU will die Verbraucherrechte beim Online-Shopping stärken. Besonders der Kauf in ausländischen Shops soll vereinfacht werden.

40 Prozent der Deutschen kaufen im Web ein, zehn Prozent mehr als noch 2005. Allerdings kaufen nur sechs Prozent der Online-Shopper bei ausländischen Seiten ein, obwohl die gleichen Produkte dort häufig billiger sind. Grund: Viele Anbieter versuchen ihren eigenen Markt zu schützen, und akzeptieren beispielsweise keine Kreditkarten, die in Deutschland registriert sind. Diese Hürden beim Online-Kauf will die EU-Kommission jetzt beseitigen, wie der Newsdienst Pressetext berichtet.

Die EU-Kommission wird sich stärker als bisher für die Rechte der Verbraucher beim Online-Handel einsetzen und insbesondere das Shoppen europaweit vereinfachen. So sollen Händler die Restriktionen für Kunden aus anderen EU-Ländern abbauen. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva, dass sie gegen deren restriktive Praxis gesetzlich vorgehen wolle. Am 8. Oktober werde ein entsprechendes Gesetzespaket vorgelegt.

Kuneva hat laut Handelsblatt sogar eine eigene Untersuchung in Auftrag gegeben. “Sobald ich genügend handfeste Beweise habe, werde ich aktiv”, kündigt die Verbraucherschützerin an.

Ein Ziel der Gesetzesinitiative ist auch, die verschiedenen Verbraucherregelungen in den 27 Staaten der EU einheitlicher zu gestalten. Beispielsweise soll das Rücktrittsrecht bei Internetkäufen EU-weit auf 14 Tage festgelegt werden. (Mehmet Toprak)

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