Blu-Ray auf dem Weg nach unten

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Zumindest, wenn es um die Kauf-Video-Umsätze geht. Und bei der Kunden- und Expertenmeinung.

Der glorreiche vaterländische Sieg gegen den Konkurrenten HD-DVD könnte einer im klassischen Pyrrhus-Stil gewesen sein: Wie das Marktforschungsbüro Nielsen VideoScan aus real existierenden Abverkäufen zusammenzählte, gingen im Mutterland des Konsumrausches die Umsätze mit Blu-Ray-Filmen in der vergangenen Woche zurück (zurück!). US-Konsumenten entscheiden sich in 92 Prozent aller Fälle für “veraltete” DVDs, in 8 % für Sonys blaue Rille, als knapp 14 Prozent weniger als in der Woche zuvor.

Das alles muss natürlich gar nichts bedeuten und kann am Wetter sowie der Immobilienkrise (und notfalls Al Qaeda) liegen, aber mit wachsenden Marktanteilen wird es wohl 2008 nichts werden. Dazu kommt, dass Sony mittlerweile zu Verzweiflungsmarketing wie kostenlos beigelegten Blu-Ray-Scheiben (in der Wired und anderswo) greift. Leser des unten verlinkten Standard-Artikels weisen mit durchaus plakativen Formulierungen (“fuck off!”) darauf hin, dass sowohl Discs als auch Player immer noch viel zu teuer sind. Ach, das ist es! Vielleicht sollte mal jemand bei Sony anrufen und es ihnen erzählen. [fe]

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