Outgesourcte IT-Mitarbeiter werden bespitzelt

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Wenn Unternehmen aus Europa und Amerika ihre IT-Services nach Asien oder Osteuropa auslagern, schicken sie gleich ihre Spyware mit.

An Millionen von Rechnern von Indien bis Rumänien sitzen Dienstleister, die für ihre westlichen Auftraggeber programmieren, Systeme warten, Produkte designen und Kunden beraten. Während ihrer Arbeitszeit scheinen viele von Programmen wie oDesk minutiös überwacht zu werden. Die Kontrollsoftware misst Arbeitsaktivitäten, schießt Screenshots und Fotos, um den fernen Arbeitgeber vom Fleiß der Zuarbeiter zu informieren.

Die moralisch und juristisch fragwürdige Bespitzelung scheint allerdings kaum jemand zu stören. “So gibt es hinterher keine dummen Fragen, ob und was ich wann erledigt habe. Das sorgt für mehr Ehrlichkeit, und es gibt mir mehr Motivation”, meint zum Beispiel der ukrainische Programmierer Kostya Nikolayev in der Schweizer Sonntagszeitung. (Ralf Müller)

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