Arcandor: Weniger Technik-Center, mehr E-Commerce

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Die Versandhandelsgruppe Primondo (ehemals KarstadtQuelle AG) will sich von einigen ihrer Technik-Center in Deutschland trennen, um dafür das Internet-Geschäft auszubauen.

Am liebsten würde sich die Arcandor AG, Holding der Primondo, von allen 120 Läden, die mal als Quelle Technik-Center sehr beliebt waren, trennen. Doch es sei schwierig, dafür einen Käufer zu finden, gab Primondo-Chef Marc Sommer zu. Daher wolle man bis zu zehn Standorte schließen, um damit womöglich in die schwarzen Zahlen zurück zu kehren.

Noch verursachen die Technik-Center mit ihren rund 1.000 Mitarbeitern zweistellige Millionenverluste, die den angeschlagenen Konzern belasten. Zum Hoffnungsträger wird nun der lange bestehende Online-Versandhandel hochstilisiert. “Dort findet der Verteilungskampf in den nächsten 24 bis 36 Monaten statt”, glaubt Sommer.

Neben dem E- Commerce wolle man Spezialversender aufbauen und das Auslandsgeschäft von derzeit 23 Prozent auf 50 Prozent ausbauen. Das soll vor allem in Ost- und Mitteleuropa, speziell Russland, erfolgen. Von seinen Ablegern in Frankreich, Belgien Spanien und Portugal hatte sich das Unternehmen aus finanziellen Gründen getrennt.

Die internationale Finanzkrise löse bei den Verbrauchern Ängste aus, welche sich auf das Versandhandelsgeschäft auswirken könne. Zunächst aber rechne man mit einem normalen Weihnachtsgeschäft. Falls der Konzern so lange durchhält, denn an der Börse wird angesichts eines Arcandor-Kurses von nicht einmal mehr 4 Euro bereits die Auflösung des Konglomerats diskutiert, berichtet die Financial Times. (Ralf Müller)