AMD: Wir schlagen den Intel Dunnington 6-Core

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An zwei Kernen mehr lässt sich nichts rütteln, also versucht sich AMD in verbaler Schadensbegrenzung.

Wir alle vermissen die glorreichen Tage des Megahertz-Rennens, als 100 Mhz mehr oder weniger über Ruhm und Untergang entschieden und das erste Durchbrechen der GigaHertz-Schallmauer (damals durch den AMD Athlon) die gesamte Branche erschütterte. Glücklicherweise zeichnet sich am Horizont ein neues, packendes Rennen für Freunde der Pferdestärken-IT ab: Intel bietet als erster den 6-kernigen Dunnigton (Xeon 7400 MP), einen Serverchip mit bisher ungekannter Parallel-Rechen-Kapazität.

Und was hat AMD entgegenzusetzen? “Alte”, vierkernige Opterons? Das, und ein paar bissige Bemerkungen zum Dunnington von Jon Fruehe, Worldwide Market Development Manager bei AMD. Der Intel Sechskerner, so der AMD-Mann, bestünde ja in Wirklichkeit nur aus zwei zusammengeklebten Dreikernern, hätte zwar 50 % mehr Cores aufzuweisen als AMD-Chips, dafür aber nur 30 % mehr Leistung als sein vierkerniger Intel-Vorgänger.

Und überhaupt sei der Dunnington nur eine Benchmark-CPU und mit einem Preisschild von 2729 US-Dollar sowie einem Spitzenlastverbrauch von 170 Watt (wie TGDailys Wofgang Grüner ergänzt) kein ernstzunehmendes Produkt.

Und ausserdem sei die Produktion des 45-Nm-“Shanghai”-Vierkern-Opteron gerade angelaufen, so dass er ab dem vierten Quartal (1. Oktober?) im Verkauf verfügbar werde. Na, gut, die Sprüche waren schon mal nicht schlecht, jetzt wollen wir auch harte Benchmarkergebnisse sehen und von dritter Seite geprüft wissen, ob der Shanghai dem Dunnington die Rücklichter zeigt oder nicht. [fe]

TGDaily