Microsoft kopiert Google: Geotagging als kostenloses Update für Foto-Tool

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Microsoft kopiert wieder einmal Googles Ideen: ein kostenloses Update für das Foto-Tool “Pro Photo” soll Bilder mit GPS-Positionen versehen und mit Microsofts Virtual-Earth verbinden.

Pro Photo 2.2 ist ein Update von Microsofts Fotowerkzeug. Mit diesem lassen sich Fotos um GPS-Informationen erweitern und auf Karten anzeigen, wie das bereits die Suchmaschine Google mit einem vergleichbaren Tool für Google Maps tut. Neue IPTC-Informationen in den EXIF-Daten der Bilder können so Infos zu Motiv und Fotograf enthalten. Wer die Daten in den entsprechenden Feldern in Pro Photo 2.2 eingibt, muss sich bei ähnlichen Fotos nicht die Arbeit machen, alles doppelt einzugeben. Das Programm merkt sich die Eingaben.

Microsofts Virtual Earth, PC-Professionell-Redakteuren zufolge das bessere Landkartensystem (siehe Produkte des Jahres 2007), zeigt passend zu den Geotagging-Funktionen im Bild die richtige Position in der Landkarte. Umgekehrt lassen sich auch Positionen in Virtual Earth per Maus anklicken und automatisch ins Foto als Position aufnehmen.

Microsofts Bildersoftware kann auch aus GPS-Logdateien die Informationen auslesen diese und synchronisiert mit Aufnahmedatum und -zeit der Fotos als Geo-Informationen nachpflegen. In die Karte von Virtual Earth schließlich lässt sich ein Weg einzeichnen, die Aufnahmeorte und ihre Reihenfolge werden dann automatisch verknüpft und in die Bilder eingetragen.

Um die RAW-Formate der verschiedenen Hersteller für die entsprechenden Funkionen zu nutzen, stellt Microsoft Plug-ins bereit – nach Kamera-Herstellern sortiert auf dieser Webseite.

Das Programm kann die fertigen Bilder mit Information im Bild nachträglich auch als JPEG und TIF in beliebiger Größe exportieren. Das Programm ist kostenfrei für XP und Vista in englischer Sprache erhältlich, funktioniert allerdings nur nach Installation des .NET Frameworks 3. (mk)

 

Meine Meinung: Auch, wenn Microsoft in letzter Zeit immer ein wenig spät mit der Umsetzung von Ideen anderer ist – die Zeit nutzt der Hersteller, um die Funktionen noch auszuarbeiten und für einfache Nutzer schöner zu gestalten – PowerUser werden zwar außen vor gelassen, sind aber ohnehin ein immer kleiner werdendes Marktsegment. Im Verhältnis zu Googles Tools, die immer schon als Betaversion an die Öffentlichkeit gehen, sind Microsofts Lösungen tatsächlich ein wenig komfortabler zu nutzen. (Manfred Kohlen)

 

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