SanDisk-Übernahmeschlacht zwischen Samsung & Toshiba?

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Anfang September hatten die Koreaner bereits ihr Interesse angemeldet, nun wollen auch die Japaner mitmischen. Ihre Vorteil: Die bestehende Partnerschaft zum Flashspeicher-Hersteller.

Schon früh machte CEO Eli Harari auf die wackelige Situation von SanDisk aufmerksam. Vor einigen Wochen dann meldete sich Samsung mit einem Gebot für den NAND-Produzenten. Doch gestern hob auch die Toshiba Corp ihren Firmenfinger, denn ein Kauf von SanDisk könnte die Chipsparte der Japaner ordentlich stärken. Auch würden sie gerne ihren Konkurrenten aus Südkorea von SanDisk fernhalten, bestätigte Senior-Vizepräsident Shozo Saito. Schließlich kooperieren die beiden Hersteller schon seit 2004 und sind gemeinsam an den Joint Ventures Flash Partners Ltd. und Flash Alliance Ltd. beteiligt.

SanDisk soll in die Ehe sein Know-how und seine hohen Produktionskapazitäten einbringen. Zudem könnte der künftige Eigentümer ordentlich Lizenzgebühren einsparen, die bisher an SanDisk entrichtet werden. An der Börse wird der Hersteller im Augenblick mit um die 3,5 Milliarden Dollar (2,5 Mrd. Euro) bewertet. Der Markt erwartet einen Übernahmepreis in etwa dieser Höhe. (Ralf Müller)