Googles Spionage-Fotografen lassen sich nicht gerne ablichten

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Die Fahrer von Googles Kamera-Fahrzeugen lichten alles und jeden ab – sie selbst wollen jedoch nicht fotografiert werden und drohen mit rechtlichen Konsequenzen.

Derzeit sind Googles Kamera-Teams im britischen Edinburgh unterwegs. Es handelt sich dabei um die erste britische Stadt, die für Googles Streetview-Aufnahmen fotografiert wird. Reporter der Evening News sind auch schon recht bald auf die verantwortlichen und deren schwarze Opel getroffen. Doch mussten die Kollegen verwundert feststellen, dass sie Googles Mitarbeiter nicht fotografieren dürfen: “Er sagte wenn ich eines der Fotos von ihm verwende verklagt er uns, weil sie sich Sorgen wegen möglichen Vergeltungsaktionen machen”, meint der Fotograf.

Googles neuer Streetview-Dienst wurde in der Vergangenheit in den Medien stark kritisiert. Der Suchmaschinenbetreiber schickt dabei seine Kamera-Teams in alle Welt und lässt von jeder Straße einer Stadt alle paar Meter ein 360-Grad-Bild anfertigen. Dass dabei Menschen versehentlich mit abgelichtet werden hat Google lange Zeit nicht gestört. Irgendwann hat der Suchriese jedoch auf den Druck reagiert und zensiert seit einigen Monaten die Gesichter der Passanten. (Maxim Roubintchik)