Dell blickt in den Abgrund

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Das laufende Quartal werde durch eine schwache weltweite Nachfrage beim Endverbraucher gekennzeichnet, behauptet der Computerhersteller.

Aufgrund des Tumults in der Finanzbranche und an den Aktienmärkten kam die Warnung von Dell vor einer weltweiten Abschwächung der Nachfrage im IT-Bereich gar nicht gut an: Teils um minus 10 Prozent wurde die Aktie im späten Abendhandel in die Tiefe geprügelt. Kritik seitens der Marktanalysten regnete es auch noch. Das Investmenthaus Cross Research wertete den Hersteller gleich mal ab. Andere rümpften verbal die Nase ob der Verallgemeinerung seitens Dell, da ja zugleich andere IT-Unternehmen in der Lage waren, viel bessere Zahlen und gute Aussichten zu vermelden.

Etwas kleinlauter gab Dell noch zu Protokoll, seine Erwartungen für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 drosseln zu müssen und hier längst unter den Schätzungen der Wall Street zu liegen. Die texanischen Anstrengungen, das PC-Geschäft neu aufzustellen, werde weitere unerwartete Kosten verursachen. Außerdem holt Dell wieder den Rotstift heraus und plane, nochmals Jobs abzubauen. Peinlich: Investitionen in Infrastruktur und Übernahmen müssen kräftig eingeschränkt werden. Kein gutes Zeichen. (Ralf Müller)