Dunnington-Day: Intel startet 6-Core-Xeon-Monster

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Auf einem Event war heute in San Francisco D-Day, denn Intel legt los mit dem Verkauf des 6-Core Xeon 7400.

Die unter dem Codenamen “Dunnington” entwickelte Monster-CPU besteht aus drei Dual-Core Penryns, die auf ein kleines Prozessor-Die (45nm-Prozess) gequetscht wurden, zusammen mit ordentlich viel L3-Cache (8, 12 ode 16 MByte), den sich alle Cores teilen, und entsprechender Interconnect-Logik. Mit sechs Cores und drei Cache-Levels auf einem Die ist Dunnington unter dem Strich ein 1,9-Milliarden-Transistoren-Gigant und damit fast so mächtig wie das jüngste 2-Milliarden-Itanium-Monster vom Februar. Damit könnte die höchste Evolutionsstufe der x86-Historie erreicht sein.

Positiv: Dunnington zieht weniger Strom als ein Quad-Core Tukwila: Bei der 2,66 GHz-Variante seien es 130 Watt zu 170 Watt. Der 2,4 GHz-Dunnington begnüge sich mit 90 Watt und die 2,13 GHz-Variante bringt es auf 65 Watt. Nach unten abgerundet werde die Xeon 7400-Serie mit einer Quad-Core-Version, bei der wahrscheinlich ein (fehlerhaftes) Core-Paar abgeschaltet wurde.
Der Six-Core dürfte also der letzte Xeon-Serverchip sein, bevor Intel auf die Nehalem-Mikroarchitektur umschaltet, die acht und mehr Kerne unterstützt. Dunnington ist nämlich nur ein Ersatz für Tigerton auf der Caneland-Server-Plattform, bevor mit Nehalem statt dem guten alten FSB dann QuickPath Einzug hält. Damit weicht man vom x86-Design ab. Wer das (noch) nicht will, soll sich eben mit den kräftigen Dunningtons noch eine Weile vergnügen. (rm)

ArsTechnica