Telefonica: Haben kein Interesse an KPN oder Versatel

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Der spanische Telekomkonzern will sich mit Übernahmen in Europa und Deutschland vorerst zurückhalten.

Vor allem dem niederländischen Telekom-Konzern KPN erteilt die Telefonica eine Absage, obwohl sich dieses Gerücht schon lange im Markt hält. “Wir haben kein Interesse, weil es strategisch keinen Sinn macht”, wird der Telefonica-Chef Matthew Key in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Welt zitiert. Damit ist zugleich eine Übernahme von Mobilfunker E-Plus, Tochter der KPN, vom Tisch.

“Wir wollen in Deutschland mit O2 organisch wachsen, von heute 14 auf künftig 25 Prozent Marktanteil”, gibt Key die Marschrichtung vor. Der Provider wurde erst vor zweieinhalb Jahren von den Spaniern gekauft. Nun sollen weitere 3,5 Milliarden Euro bis 2010 in Deutschland investiert werden. Zum Beispiel für neue DSL-Kunden.

Doch noch habe das Unternehmen kein Angebot für das DSL-Geschäft von Freenet gemacht, welches zum Verkauf steht. “Wir haben das noch nicht entschieden”, betont O2-Deutschland-Chef Jaime Smith. Erst wolle man sich genau die Qualität der DSL-Kunden ansehen, um nicht zu viel zu bezahlen. Auch die Übernahme von Versatel bezeichnete Smith als “uninteressant”, da die Integration der unterschiedlichen IT-Systeme zu schwierig sei. Auch überlappen sich die Telekommunikationsnetze zu 70 Prozent. Versatel wäre sicher nicht abgeneigt gewesen, denn man will einen TK-Riesen als Gegengewicht zu Telekom und Arcor schaffen. (Ralf Müller)