Philips 32 PFL 9603 D
LCD-TV mit Streaming

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Der Philips 32 PFL 9603 D liefert im Test zwar ein ordentliches Bild, leidet aber an einer starken Blickwinkelabhängigkeit. Dafür hat er einen für LCD-Verhältnisse guten Klang und kann dank LAN-Anschluss Musik und Videos aus dem Netzwerk beziehen.

Starker Kontrastverlust bei spitzem Blickwinkel

Der Philips 32 PFL 9603 D ist kompatibel zu 1080/24p, 1080/50p und 1080/60p, allerdings gibt es bei 24p ein Pulldown-Ruckeln, so dass das Bild wirkt wie HDTV-Kino mit 60 Hz. Zudem ist die HD-Natural Motion genannte Bewegungsglättung etwas übereifrig und sorgt für einige Artefakte. Abgesehen davon zeigt der LCD-Fernseher Testbilder von DVD und HDTV mit makelloser Schärfe an. Der Kontrast zwischen Weiß (216 Candela) und Schwarz (0,135 Candela) erreicht mit 1533:1 eine durchschnittliche Bilddynamik und bleibt damit hinter dem des Sony KDL-32 W 4000, der bei 2274:1 liegt.

Die Größe des Farbraums weicht nur geringfügig vom Standard ab, weshalb alle Farben natürlich aussehen. Die bei helleren Weißfeldern gemessene Farbtemperatur erreicht im Bildmodus Kino mit 7000 Kelvin einen recht guten Wert nahe 6500 Kelvin. In dunkleren Graustufen steigt die Farbtemperatur ganz leicht an und wird etwas kühler. Nur in ganz schwarzen Bildbereichen wird wie beim Panasonic-LCD ein bläuliches Restlicht sichtbar.

Die unter seitlichem Blickwinkel auftretenden Farbverfälschungen und Kontrastverluste fallen beim Philips-Gerät stärker aus als bei allen anderen TVs im Testfeld. Wer zumeist nicht direkt vor dem Gerät sitzt, sollte besser zu einem anderen Modell greifen. Gut gefällt uns dagegen die Entspiegelung, denn es gibt kaum störende Reflexionen auf dem matten LC-Display.

HDMI-Bilder im Format 1080i/p werden von Sony-Gerät optional ohne jeden Bildbeschnitt angezeigt. Mit 12 Prozent wird das Bild bei Scart-RGB recht stark beschnitten, allerdings weniger als bei den meisten Mitbewerbern. An den Panasonic TX-32 LZD 85 F, bei dem nur 4 Prozent des Bildes dem Overscan zum Opfer fallen, kommt man aber nicht heran.

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Bester Sound im Test

Multimedial zeigt sich der Philips 32 PFL 9603 D weit vorn. Er bringt einen USB-Anschluss mit, an den sich externe Speicher anstecken lassen, etwa um Fotos anzuzeigen oder Musik abzuspielen. Auch eine Netzwerkschnittstelle ist an Bord, so dass Bilder, Audio- und Videodateien via UPnP oder DLNA-Medienserver gestreamt werden können. So findet die private Foto- und Videosammlung schnell den Weg auf den Fernseher.

Dabei kommt dem Gerät entgegen, dass es einen für LCD-Verhältnisse guten Klang hat – besser als bei den übrigen Testteilnehmern. Die Bässe sind kräftig und die Mitten ausgewogen; lediglich die Höhen klingen etwas harsch.

PC und Notebook lassen sich an den Philips 32 PFL 9603 D via HDMI mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln anschließen. Das Bild ist absolut sauber und exakt. Über die VGA-Schnittstelle gibt es nur WXGA-Auflösung mit 1366 x 768 Pixeln – jedoch ist nur die nicht skalierte Darstellung im Fenster mit Underscan sauber. Hier fehlt leider ein Regler für die Positionierung des Desktops auf dem Display. Skaliert man das Bild kommt es zu einem horizontalen Schärfeverlust.

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Wohlfühl-Beleuchtung mit Ambilight

Der 32 PFL 9603 D beherrscht Philips’ Ambilight-Technologie, bei der ein Hintergrundlicht für weniger harte Kontraste zwischen Wand und Display sorgen und dadurch augenschonendes Fernsehen ermöglichen soll.

Analog- und DVB-T-Tuner sind wie bei den anderen Geräten im Test an Bord, und wie bei den anderen Geräten auch gibt es den Electronic Program Guide (EPG) nur auf dem digitalen Wege. Die Darstellung der Programminformationen ist sehr übersichtlich. Der analoge Tuner schaltet innerhalb einer Sekunde um und damit recht zügig. Der digitale Tuner ist mit 1,5 bis 2 Sekunden etwas langsamer.

Die Bedienung des LCDs kann im Test nicht ganz überzeugen, denn die Menüs verdecken teilweise das komplette Bild und machen es so schwer, die Auswirkungen veränderter Bildeinstellungen zu kontrollieren. Zudem ist das Rändelrad der Fernbedienung im Vergleich zur Reaktion der Menüs zu schnell, was den Bedienfluss stört.

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Testergebnis

Der Philips-Fernseher hat einen für LCD-Verhältnisse guten Klang und gefällt vor allem durch seine Fähigkeit, Videos über das Netzwerk zu streamen. Das Bild ist zwar gut, wird jedoch bei seitlichem Blickwinkel schnell schlechter.

Philips 32 PFL 9603 D
Hersteller: Philips
Internet: www.philips.de
Preis: 1600 Euro

Note: gut
Bild PAL/HDTV (70 %): gut/befriedigend
Klang (10 %): gut
Bedienung (10 %): befriedigend
Ausstattung (5 %): sehr gut
Multimedia (5 %): gut

Technische Daten
Abmessungen mit Fuß (BxHxT): 83 x 59 x 22 Zentimeter
Gewicht: 20 Kilogramm
Sichtbare Bilddiagonale: 32 Zoll/81 Zentimeter
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Bildformat: 16:9 / 1,78:1

Anschlüsse
HDMI: ja, 4
DVI (HDCP)/VGA: nein/ja
YUV (progressiv/HD)/Typ: ja (ja/ja) / Cinch
Scart (RGB/S-Video/FBAS): ja (2/0/2)
Front-AV: USB, HDMI, S-Video, Composite
Kopfhörer-/Lautsprecher-/Audioausgang: ja/nein/ja
Subwoofer-Ausgang: nein

TV-Empfang
Analog/Digital (Typ)/ HDTV (Typ): ja/ja (DVB-T) / nein
EPG (Analog-/Digital-TV): nein/ja
CI-Steckplatz: ja
Teletextdecoder (nomal/Level 2.5): ja/ja
Lautsprecher (eingebaut/abnehmbar): ja/nein

Messwerte
Helligkeit: 216 Candela
Maximalkontrast: 1533:1
Schwarzwert: 0,14 Candela
Leistungsaufnahme (Standby/Betrieb): 0,2/109 Watt

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