Apple rückt vor auf Platz 6

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Nach dem explosiven Wachstum der letzten Jahre ist Apple der sechstgrößte PC-Hersteller der Welt. Die Erbsenzähler von Gartner haben es bestätigt.

Schon nach dem ersten Quartal 2008 war zu vermelden, dass Apple im US-Markt Platz 3 oder 4 erreicht hatte. (Je nach statistischer Interpretation, ob die fusionierten Firmen Acer / Gateway nun als eine Firma oder zwei getrennte Firmen zu sehen sind, aber überlassen wir das den Erbsenzählern.)

Weltweit ist Apple zwar noch weit entfernt von den Umsätzen der ganz Großen, die HP, Dell und Acer heißen und sich erbitterte Schlachten um niedrigpreisige Desktops sowie Notebooks liefern. Nach Auszählung aller Strichlisten aus dem Jahr 2007 kam Gartner nun aber zur Feststellung, Apple nehme bereits den sechsten Platz bei den weltweiten PC-Umsätzen ein. Gleich hinter dem japanischen Hersteller Toshiba, der sich knapp unter 20 Prozent hält.

So schön das in den Ohren der Apple-Aktionäre klingen mag, hält Gartner zugleich die Einschätzung entgegen, Asusteks Eee PC und andere Mini-Notebooks, ebenso ultramobil wie preisgünstig, hätten die weit besseren Aussichten in noch nicht gesättigten Märkten wie Asien und Südamerika. Und kann man sich auch nur entfernt vorstellen, Apple könnte in diesen Bereichen mithalten wollen?

Kann man sich zumindest beim weltgrößten PC-Hersteller HP. Dort geht laut Business Week schon so sehr die Angst um, Apple könnte sich auch noch in den Markt der Notebooks unter 1000 $ einmischen, dass HP bereits an verzweifelten Gegenstrategien arbeitet.

Hat Apple den Massenmarkt im Visier? Völlig unmöglich? Seit Juli 2008 rätseln Analysten über die von Apples Finanzchef angekündigte product transition, die Apples Gewinnaussichten bald erheblich schmälern solle. Das wäre eine Erklärung: Apple will sich mit günstigeren Macbooks unter 1000 $ ein noch viel größeres Stück vom Kuchen holen.

(bk)

Ars Technica