Supercollider-Website gehackt

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Der Large Hadron Collider beschleunigt die Teilchen, um den Urknall zu simulieren. Die Welt wurde noch nicht in ein Schwarzes Loch gezogen, doch eine Gruppe griechischer Hacker nahm sich die Website des LHC-Projekts vor. Sie hinterließ dort eine Botschaft – und sechs verdächtige Dateien.

Die Website cmsmon.cern.ch ist seit der Attacke nicht mehr erreichbar. Die Hackerbotschaft von GST (Greek Security Team) in Griechisch lautete: “Wir sind 2600 – legt euch nicht mit uns an. (sic)”

Beunruhigt waren die CERN-Wissenschaftler, denn die Hacker seien nur “einen Schritt entfernt” gewesen von einem Kontrollystem, das einen 12.500 Tonnen schweren, an dem Experiment beteiligten Magneten steuert. Wären sie in ein zweites Netzwerk eingedrungen, hätten sie Abschaltungen vornehmen können.

Ging noch mal gut, noch immer kein Weltuntergang, den manche bereits erwartet hatten. Nur eine Datei war beschädigt worden. Die zurückgelassenen Dateien wurden inzwischen entfernt, nachdem sichergestellt werden konnte, dass sie keine Trojaner oder Remote-Control-Software enthielten.

Oder sollte doch was passiert sein? Wer beunruhigt ist, kann es jederzeit über Live-Webcams beim CERN-Experiment überprüfen (wenn leicht zu erschrecken, besser erst Herztropfen nehmen).

(bk)

Telegraph