Auch Firefox geht in den Porn Mode

Allgemein

Die Entwickler reden lieber vom Private Browsing Mode. Apples Safari führte es zuerst ein, die Beta von Internet Explorer 8 kann es ebenso wie Google Chrome.

Es geht um eine Browsersitzung, die es hinterher zumindest aus Sicht des Browsers nie gegeben hat. Bei IE 8 wird es InPrivate heißen, Chrome nennt es den Incognito-Modus. Kann zum Beispiel auch gut sein für private shopping, um Geschenke für andere Familienmitglieder zu kaufen, die ebenfalls an den PC können. Oder an einem öffentlich zugänglichen PC, um dort keine Login-Daten für andere Benutzer zu hinterlassen.

Bei Firefox stand dieser Modus bislang nicht ganz oben auf der Liste der noch zu erledigenden Dinge, konnte allerdings bereits mit Erweiterungen wie Stealther und Distrust nachgerüstet werden. Das Auftauchen von Chrome sorgte jetzt offenbar für größere Eile.

Ab Version 3.1, angesagt für den nächsten Monat, ist der ganz private Modus mit an Bord und riegelt die in einem eigenen Fenster eröffnete Browsersitzung ab: Die Seiten werden aus dem Cache gespült, Cookies und Formulardaten nicht gespeichert. Die Webadressen verbleiben nicht in der Browserchronik, der Download-Manager vergisst alle Downloads. Alle gesicherten Verbindungen werden bei Eintritt in den oder Verlassen des Privat-Modus getrennt.

Bezeichnungen wie private browsing könnten allerdings manche in falscher Sicherheit wiegen. Der porn mode verleiht dennoch keinen Tarnmantel gegenüber Webserver und Internet Service Provider, sondern kann bestenfalls vor neugierigen PC-Mitbenutzern schützen.

(bk)

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