Apple verbannt Konkurrenz aus dem App Store

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Die native Anwendung Podcaster kann Podcasts direkt auf Iphone oder Ipod Touch downloaden und verwalten. Nein, könnte. Denn die wettbewerbsfeindliche Firma Apple hat etwas gegen dieses praktische App.

Apple mag das nicht, wenn die Anwender nicht gezwungen sind, alles über die Desktop-Anwendung Itunes zu erledigen. Die als Nadelöhr fungiert und zugleich als umsatzmaximierende Ladentheke der gleichnamigen Firma. Die Begründung, mit der Apple den Podcaster-Entwicklern den Zutritt zum exklusiv-monopolistischen App Store verweigert, lautet doch tatsächlich: “Da Podcaster den Vertrieb von Podcasts unterstützt, dupliziert er eine Funktion des Podcast-Bereichs von Itunes.”

Besser hätte niemand erklären können, wie Apple tickt. Die geschlossene Welt von Apples Hardware und Software, die angeblich aus Sicherheitsgründen nicht anders sein kann und darf, ist schlicht und einfach wettbewerbsfeindlich.

Die Entwickler von Podcaster können jetzt ihre Software de facto nicht mehr verkaufen, wenn sie ihr Angebot nicht auf den Anteil der Geräte beschränken wollen, die per Jailbreaking bereits von Apples Fesseln befreit wurden. Sie versuchen es daher mit einem Trick, der nicht eben vielversprechend ist: Podcaster wird nicht verkauft, sondern gegen eine Spende von 9,99 $ abgegeben mit dem Hinweis, Apple könne die Anwendung jederzeit abstellen, die Funktionalität sei daher nicht zu garantieren.

Damit ist die nützliche Anwendung, auf die viele gewartet haben, so gut wie tot. Apple schießt sich mit dieser kundenfeindlichen Praxis allerdings selbst ins Bein, meint Fraser Speirs, selbst Entwickler von Exposure, dem bekannten Flickr-Client für das Iphone. Er hat sich entschieden, nicht mehr für den App Store zu entwickeln, und begründet das folgerichtig:

“Apples gegenwärtige Praxis, gewisse Anwendungen an der letzten Hürde abzulehnen – die Einreichung im App Store – ist katastrophal für das Vertrauen von Investoren. Die Entwickler opfern Zeit und Ressourcen für die Vermarktung über den App Store, und wenn die Entwickler kein Vertrauen haben, werden sie nicht entwickeln. Wenn Entwickler – und vor allem ernsthafte Entwickler – nicht investieren, was soll es dann bringen?”

Speirs sieht den App Store zu einem Museum dilettantischer Anwendungen degenerieren. Er selbst jedenfalls werde weder Zeit noch Geld in neue Ideen für das Iphone investieren, so lange es dieses Schlamassel gebe.

Podcaster (Preview)

Almerica Blog

Fraser Speirs