Nvidia kassierte Klage wegen defekter Chips

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Der US-Grafikkartenhersteller bekommt Schwierigkeiten, denn ausgerechnet die Investoren verklagten das Unternehmen.

Nvidias Fehler in den Grafikkarten der 8er-Generation haben nicht nur technische und finanzielle Probleme bereitet, sondern münden nun auch noch in einem juristischen Nachspiel. Dabei geht es um die hohe Fehlerquote, um die Fehleinschätzung der Folgen der unzureichenden thermischen Kapazitäten sowie um den Vorwurf, nVidia hätte schließlich auch noch die Augen vor dem Problem verschlossen und die Abnehmer viel zu spät erst im Juli informiert. Dabei habe die Firma schon im Herbst 2007 über die Mängel Bescheid gewusst.

Dadurch hätten sich viele Abnehmer die 8er-Karten zugelegt und die Investoren auf Basis falscher Informationen in die Firma investiert, was letztlich mit einem Verlust beim Aktienkurs in Höhe von 31 Prozent quittiert wurde. Nvidia hatte für die Folgen der Serienfehler vorsorglich 200 Millionen Dollar Rückstellungen gebildet. An diese wollen die Kläger nun offensichtlich heran. (Ralf Müller)