Toshiba 32 XV 505 D
Nicht ganz farbecht

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Der Toshiba 32 XV 505 D liefert im Test ein sehr kontrastreiches Bild, leidet aber an kühlen Farben. Zudem ruckelt es bei der Wiedergabe von 24p-Signalen leicht. Als PC-Monitor macht das Gerät eine gute Figur – vorausgesetzt der Rechner wird via HDMI angeschlossen.

Sehr kühle Farben

Der Toshiba 32 XV 505 D zeigt Testbilder von DVD mit makelloser Schärfe an und auch HDTV-Testbilder sehen scharf aus. Ein Überschärfung oder Weichzeichnung ist nicht festzustellen.

Das Gerät schafft mit einem Kontrast von 1817:1 eine für LCD-Verhältnisse gute Bilddymanik – lediglich auf dem Sony-Fernseher erreichen Nachtszenen eine noch höhere Bildtiefe. Allerdings schwächelt das Display bei der Farbdarstellung. Es stehen drei Farbtemperatureinstellungen zur Auswahl bereit, wobei selbst normal mit 10 600 Kelvin eine deutlich zu kühle Farbtemperatur liefert, aber immer noch am meisten überzeugt.

Die Einstellung warm führt zwar in hellen Graustufen zu einer fast korrekten Farbtemperatur von 7700 Kelvin, sorgt jedoch für ein tendenziell lila-rotstichiges Bild. Zudem fallen in einer Grautreppe stärkere Einfärbungen auf. Vor allem im TV- und Scart-Mode sind die Voreinstellungen ungünstig gewählt. Über einen dreistufigen RGB-Regler können versierte Nutzer aber die Farbbalance neutraler einstellen.

Die Oberfläche des Displays ist nicht völlig matt, sondern zeigt ein leichtes Schimmern – wenn auch nicht ganz so stark wie bei einem hochglänzenden Bildschirm. Subjektiv wirkt dadurch das Bild sogar etwas brillanter als auf matten Schirmen; in ungünstigen Situationen wie bei sonnendurchfluteten Fenster stören die Reflexionen aber. Zudem liefert der Toshiba-Fernseher bei seitlichem Blick ein deutlich aufgehelltes und kontrastschwächeres Bild als bei frontaler Sicht.

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24p-Darstellung mit Rucklern

Der Toshiba 32 XV 505 D akzeptiert zwar Signale mit bis zu 1080/24p, 1080/60p und 1080/50p, doch die 24p-Einspeisung bringt keinen Vorteil, da das Bild bei Kinofilmen leicht stotternd wirkt – wie einer 60-Hz-Signaleinspeisung. Davon abgesehen gibt es jedoch ein sauberes, scharfes und detailreiches HDTV-Bild mit ordentlicher Bildtiefe, bei dem die unnatürlichen Farben am meisten stören.

Alle HDTV-Signale werden im Bildformat “nativ” ohne Overscan angezeigt, allerdings wird das Bildformat bei Eingangs- und Auflösungsumschaltungen auf das beschnittene 16:9-Format zurückgesetzt. Bei 576p-Signalen über HDMI und Scart-Video wird das Bild seitlich stark beschnitten; 17 Prozent fallen dem Overscan zum Opfer.

PAL-Bilder sehen sauber aus, wobei auch hier die schlechte Farbabstimmung auffällt. Mit der Voreinstellung Film erscheint ein scharfes und rauscharmes Analog- und DVB-T-TV-Bild. Feine Details wie Hautporen verschmieren aber bei schnellen Bewegungen auch mit ausgeschaltetem Rauschfilter etwas und feine Farbübergänge, etwa in Gesichtern, wirken etwas unnatürlich überdifferenziert.

Beim Anschluss eines PCs an den VGA-Eingang gibt es das beste Bild bei XGA- (1024 x 768) und WXGA-Auflösung (1366 x 768). Die Darstellung der nativen Auflösung ist zu verzerrt, weshalb der 32 XV 505 D als PC-Monitor zumindest über die VGA-Schnittstelle kaum zu gebrauchen ist. Besser klappt das via HDMI: hier zeigt das Display in der nativen Auflösung mit 1920 x 1080 Pixeln bei 60 Hz ein perfektes Bild ohne Skalierung und Randbeschnitt.

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Ausgang für Subwoofer

Der Toshiba 32 XV 505 D lässt sich recht gut bedienen, wobei die Schriften in den Menüs etwas klein geraten sind. Anders als bei früheren Toshiba-Geräten gibt es leider keine Funktion mehr, um schnell zwischen zwei Programmen hin- und herzuwechseln. Zudem erscheint beim DVB-T-Empfang anders als beim Analog-Empfang keine Senderliste beim Druck auf die OK-Taste der Fernbedienung.

Der analoge Senderwechsel ist schnell, der digitale dagegen sehr langsam – er benötigt zwischen zwei und vier Sekunden.

Wie bei den anderen LCD-TVs im Test, abgesehen vom Samsung-Gerät, kann auch beim Toshiba die Hintergrundbeleuchtung automatisch an das Umgebungslicht angepasst werden. Extras wie USB-Port oder Speicherkartenleser sucht man vergeblich. Dafür hat der 32 XV 505 D im Gegensatz zu den Konkurrenten einen Subwoofer-Ausgang an Bord. Der Sound des Fernsehers selbst hat zwar gute und kräftige Bässe, klingt insgesamt jedoch etwas dumpf.

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Testergebnis

Der Toshiba-Fernseher liefert zwar einen guten Kontrast, allerdings stören Farbverfälschungen und die ruckelnde Wiedergabe von 24p-Signalen den Filmgenuss in Full HD. Als Monitor für den PC eignet er sich sehr gut.

Toshiba 32 XV 505 D
Hersteller: Toshiba
Internet: www.toshiba.de
Preis: 1200 Euro

Note: gut
Bild PAL/HDTV (70 %): befriedigend/befriedigend
Klang (10 %): befriedigend
Bedienung (10 %): befriedigend
Ausstattung (5 %): gut
Multimedia (5 %): gut

Technische Daten
Abmessungen mit Fuß (BxHxT): 79 x 56 x 25 Zentimeter
Gewicht: 17 Kilogramm
Sichtbare Bilddiagonale: 32 Zoll/81 Zentimeter
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Bildformat: 16:9 / 1,78:1

Anschlüsse
HDMI: ja, 3
DVI (HDCP)/VGA: nein/ja
YUV (progressiv/HD)/Typ: ja (ja/ja) / Cinch
Scart (RGB/S-Video/FBAS): 2 (2/1/2)
Front-AV: HDMI, S-Video, Composite
Kopfhörer-/Lautsprecher-/Audioausgang: ja/nein/ja
Subwoofer-Ausgang: ja

TV-Empfang
Analog/Digital (Typ)/ HDTV (Typ): ja/ja (DVB-T) / nein
EPG (Analog-/Digital-TV): nein/ja
CI-Steckplatz: ja
Teletextdecoder (nomal/Level 2.5): ja/nein
Lautsprecher (eingebaut/abnehmbar): ja/nein

Messwerte
Helligkeit: 219 Candela
Maximalkontrast: 1817:1
Schwarzwert: 0,12 Candela
Leistungsaufnahme (Standby/Betrieb): 0,2/103 Watt

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