Kurze Wege zum virtuellen Konferenzraum
Videokonferenzen: Schnell, grün, global

Green-ITInnovationIT-ManagementIT-ProjekteNetzwerk-ManagementNetzwerke

Videokonferenzen sparen Reisekosten und Zeit und ermöglichen eine bessere CO2-Bilanz. Unternehmen profitieren – und Internet-Lösungen dazu sind inzwischen bezahlbar.

Schneller agieren – Produktivität steigt

Es ist noch gar nicht so lange her, dass nur große Unternehmen Videokonferenz-Systeme aus ihren Budgets zahlen konnten. Teure  High-Definition (HD)-Systeme mit großen hochwertigen Bildschirmen und Kameras wollen ein möglichst echtes Konferenzgefühl vermitteln. Solche Systeme, zum Beispiel von Cisco und HP, bleiben teuer und sind noch nicht massenhaft verbreitet.

Teure Großsysteme wie diese Monster-Installation von Cisco bekommen Konkurenz von unten: Videokonferenzen sind erschwinglicher geworden.

Doch bessere Kompressionen, eine starke Verbreitung der IP-basierten Technik und bezahlbare Kameras ermöglichen nun auch Videokonferenzen für kleinere Geldbeutel.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer seine Zeit nicht im Flugzeug oder im Auto verbringt, kann sein Projekt schneller vorantreiben. Nicht nur aufgrund der eingesparten Reisezeit, sondern auch wegen der schnelleren Reaktionszeit.

International aufgestellte Unternehmen können schneller reagieren, wenn sie im Bedarfsfall spontan alle Projektbeteiligten an den virtuellen Konferenztisch rufen können. In der täglichen Projektarbeit lässt sich zwar viel über E-Mail, Instant Messaging oder Telefon klären. Was auf der Strecke bleibt, sind Mimik und Gestik der Mitarbeiter, Kollegen, Freelancer oder Kunden. Missverständnisse entstehen. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, heißt es nicht umsonst.

Nach Angaben des Anbieters für Videokonferenz-Lösungen Polycom steigt die Produktivität um 30 Prozent –  Projekte sind einfach schneller fertig. Außerdem wird die Zusammenarbeit intensiver, Konflikte lassen sich besser klären (75 Prozent). Die Zahlen stammen aus einem Whitepaper von IDC „Seeing is Believing“: The Value of Video Collaboration“ (pdf) aus dem Jahr 2007, dessen Erstellung Polycom gesponsort hat.


Weniger CO2

Nicht nur die Unternehmen, auch die Umwelt profitiert, und mit einer guten CO2-Bilanz lässt sich darüber hinaus ein grünes Marketing verbreiten. Auch auf einschlägigen Konferenzen zum Thema Green IT ist immer wieder zu hören, wie viel Energie sich allein durch den Einsatz vorhandener Technologien – dazu gehören Videokonferenzen  – einsparen lässt. IT im Unternehmen berichtete.

Anzumerken ist, dass eine  umfassende Ökobilanz schwierig bleibt, denn auch Videokonferenz-Systeme erzeugen CO2, nicht nur im Betrieb, sondern in allen Phasen, auch bei der Produktion und beim Recycling.

Als weiteres Argument bieten sich die Energiepreise an: Der Anbieter von gehosteten Videokonferenzlösungen Netviewer ermittelte, dass die Hälfte der deutschen Unternehmen Besprechungen mit Kunden und Lieferanten auf Online-Kanäle verlagern will.

Videoonferencing per Internet ersetzt teuere Standalone-Systeme (hier Netviewer als Beispiel)


Alles im Browser: Managed Video Services

Vorhandene Systeme decken einen großen Leistungsumfang ab. Eine Zweier-Konferenz lässt sich zum Beispiel mit der kostenlosen VoIP-Software Skype realisieren, sofern man eine Webcam und ein Headset an seinen PC anschließt.

Managed Video Services von Anbietern wie Genesys www.genesys.com/de oder Netviewer lassen mehr Teilnehmer zu – Genesys  spricht von einer unbegrenzten Anzahl an Standorten. Die Desktop-Videokonferenzen sind browser-gesteuert, von Fachpersonal begleitet, ermöglichen Powerpoint-Präsentationen, Teilnehmer-Verwaltung, Integrationen in Outlook und Lotus Notes.

Echtzeitkommunikation per Videokonferenz ist neben E-Mail, Instant-Messaging, Telefon und SMS ein weiterer Kommunikationskanal und damit ein Fall für Unified Communications – der Vereinheitlichung verschiedener Kommunikationskanäle unter einem Zugriffspunkt. An einer Studie mit Praxisbeispielen für den Mittelstand arbeitet gerade Berlecon Research. Sie soll im September veröffentlicht werden – IT im Unternehmen wird berichten.