Apple: Keine Euphorie nach iPod-Show

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Steve Jobs wirkte gestern auf der Bühne gesund, aber sehr dünn. Passend zu den superdünnen iPods, die er präsentierte.

Die gekrümmten neuen Musikplayer von Apple waren erwartet worden, daher brach gestern nicht allzuviel Jubel aus, denn der Handel war nicht allzu begeistert über die Offerten fürs Weihnachtsgeschäft. Auch der Markt nicht, der die Apple-Aktie gleich nach der Präsentation auf Talfahrt schickte.

“Es ist der dünnste iPod, den wir jemals produziert haben”, versuchte Jobs das Publikum in San Francisco zu begeistern. Der etwas breitere Nano-Nachfolger mit 64 mm Taillendicke fasst 8 GByte und sei nun auch bereit, vier Stunden Videofilm zu beherbergen. 199 Dollar kostet er. Wer mehr braucht, gibt 279 Dollar aus und erhält 16 GByte Kapazität. Zudem erhielt der Nano eine witzige Shuffle-Funktion: Schüttelt man den Player, wechselt er zu einem Zufallslied. Ob das Jogger in den Wahnsinn treiben kann?

Jobs zeigte auch noch drei frische Varianten vom iPod Touch: 8 GByte für 329 Dollar, 16 GByte für 419 Dollar und 32 GByte für 549 Dollar. Auf die Frage nach dem Bedarf verwies der Apple-CEO lächelnd darauf, dass man seit 2001 stolze 160 Millionen iPods verkauft habe. Im Juli hatten 75 Prozent aller verkauften Musikplayer im US-Markt ein Apfel-Logo. Ansonsten werde iTunes demnächst wieder TV-Serien von NBC anbieten. Der Streit mit dem Fernsehsender über die Verkaufspreise wurde offensichtlich beigelegt. (Ralf Müller)