Blogger-Verhaftung ist beste Werbung für Downloads

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Darauf hätte die Musikindustrie selbst kommen können: Die Verhaftung des Bloggers, der unveröffentlichte Tracks von Guns’n’Roses ins Netz gestellt hatte, hat deren Verbreitung via P2P erst richtig in Schwung gebracht.

Das gibt’s jetzt auch amtlich: Die Firma BigChampagne, die sich auf  Beobachtung und Messung von Internet-Traffic spezialisiert hat, berichtet, dass erst nach der Festnahme des Bloggers Kevin Cogill der Run auf “Chinese Democracy” richtig eingesetzt hat.

Über 90 Prozent der Torrents mit dem ewig unveröffentlichten Album seien nach den Berichten über die Verhaftung aufgetaucht.

Was wohl zweierlei lehrt: Man kann das Web auch als Promo-Tool für Musik zweifelhafter Qualität nutzen, wenn man sich an das Motto hält “was verboten ist, macht uns erst richtig scharf”. Und man kann die Verbreitung von Leaks auch nicht dadurch stoppen, dass man deren Bekämpfung auf das Niveau des “Kriegs gegen den Terror” hebt. [gk]

musikwoche.de